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Redaktion apotheken.de » Blut, Krebs und Infektionen

Stinkesocken als Anti-Mücken-Mittel


Fußschweiß-Zerstäuber macht Moskitos unschädlich


Entblößt jemand seine Schweißfüße, kippen wir förmlich aus den Latschen. Ganz im Gegensatz zu Malaria-Mücken: Sie lieben den Gestank. Das soll ihnen nun zum Verhängnis werden. Afrikanische Forscher haben ein Fanggerät entwickelt, das künstlichen Fußschweiß verströmt. Dieser Geruch lockt Moskitos in die Falle und hindert sie daran Malaria zu übertragen.

Wenn die tropischen Mücken stechen

An der Tropenkrankheit Malaria erkranken jährlich 250 Millionen Menschen, etwa eine Million stirbt daran. Nach Deutschland schleppen Urlaubsrückkehrer pro Jahr über 1.000 Erkrankungen ein.

Mit Malaria infiziert man sich über den Stich einer Anopheles-Mücke. Medikamente können einer Infektion vorbeugen, sie aber nicht unbedingt verhindern. Zudem ist solch eine Malariaprophylaxe teuer und birgt die Gefahr von Nebenwirkungen. Um sich Malaria-Mücken vom Hals zu halten, eignen sich vor allem Moskitonetze, Insektensprays oder Räucherspiralen. Auch lange geschlossene Kleidung in den Morgen- und Abendstunden hindern die Mücken daran zu stechen.

Malaria-Vorsorge: Käsefußgeruch statt Pillen

Nun entwickelten Tüftler aus Tansania ein Mücken-Abwehr-Gerät für den Garten. Dieses ähnelt in Größe und Aussehen einem Bienenstock. Das Pikante: Es verströmt den Geruch stinkender Socken. Dieser Käsefuß-Parfüm-Zerstäuber lockt Mücken an, verschluckt sie und tötet sie schließlich. Erste Versuche zeigen, dass man damit viele Malaria-Mücken unschädlich machen kann. So lockte der Zerstäuber viermal so viele Mücken an wie ein schwitzender Mensch. Dasselbe schaffte auch eine Armada von echten Stinkesocken.

Moskitofalle noch in Entwicklung

Noch findet man keine Schweißfuß-Moskito-Fallen in afrikanischen Vorgärten oder Hotelanlagen. Bis ein marktreifes, für jeden erschwingliches Gerät zur Verfügung steht, wird noch einige Zeit ins Land gehen. Wer weiß, vielleicht entdecken beziehungsweise riechen Sie ja welche in ein paar Jahren auf Ihrer nächsten Reise.


14.07.2011 | Von: Dr. nat. med. Anke Kopacek