Notdienstapotheken
Serviceapotheken
Apotheken
Ärztliche Bereitschaft
Giftnotruf

Gesund leben | Vorsorge

Eltern und Kind

Gesundheit und Politik

Krankheiten | Therapie

Premium Gesundheitsinfos

Archiv

«
Februar - 2012
»
SMDMDFS
 
01
02
03
05060708091011
12131415161718
19202122232425
26272829 

Diagnosefinder

diagnosefinder
Medizinlexikon
A B C D E F G H I J K L M
N O P Q R S T U V W X Y Z
Twitter
 
Redaktion apotheken.de » Gesund leben | Vorsorge » Ernährungsmedizin
Es ist vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, aber es hilft - ein Glas Stutenmilch pro Tag.
Weitere interessante Artikel

Stutenmilch als Arzneimittel


Bei Haut- und Darmerkrankungen hilft Stutenmilch


Gegen entzündliche Erkrankungen des Darms und der Haut hilft ein Gläschen Stutenmilch pro Tag. Nachweislich lindert es die Beschwerden bei Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und Neurodermitis. Zu diesem Ergebnis kommen Ernährungswissenschaftler von der Universität Jena.

Linderung nach ein bis zwei Monaten


Im Rahmen ihrer Studie haben die Jenaer Forscher Rainer Schubert und Lydia Pechmann eine Stutenmilch-Trinkkur an 100 Patienten getestet. Diese tranken sechs Monate lang regelmäßig einen viertel Liter Stutenmilch. Die Wirkung überprüften Schubert und Pechmann anhand von Befragungen unter den Patienten und deren Ärzten. „Bereits nach ein bis zwei Monaten ließen sich erste positive Effekte, insbesondere bei den Hauterkrankungen, feststellen“, sagt Pechmann. Nach sechs Monaten bewerteten die Hautpatienten ihre Beschwerden als „mittel“ statt wie zuvor „stark“. Bei einigen waren sie nach eigenen Angaben sogar „nicht mehr vorhanden“.

Insgesamt besserten sich die Symptome bei 90 Prozent aller Patienten mit Hauterkrankungen. Die Stutenmilch linderte den Juckreiz und die damit verbundenen Schlafstörungen. Auch die Ärzte konnten die deutliche Besserung bestätigen.

Positiver Effekt auf Immunsystem


Das Befinden der Patienten mit Darmerkrankungen verbesserte sich sogar ausnahmslos. Die positive Wirkung der Milch erklären sich die Forscher mit ihrem Einfluss auf das Immunsystem. „Wir gehen davon aus, dass spezielle Eiweiße sowie der Milchzucker der Stutenmilch die Darmbakterien der Patienten fördern und so das Immunsystem stimulieren“, sagt Dr. Schubert. Dadurch kann der Körper die Entzündungen besser bekämpfen, die bei Neurodermitis, Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa eine Rolle spielen.

Stutenmilch-Präparate gibt es in vielen Apotheken und auch einige Pferdehöfe bieten frische Stutenmilch im Direktverkauf an. Darüber, ob die Einnahme von Stutenmilch für sie sinnvoll ist, können sich Patienten jederzeit mit ihrem Apotheker oder Arzt beraten.


22.12.2009 | Von: Stefanie Grutsch; Bild: Vision Images/Fotolia