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Diagnosefinder
Suche nach Medikament gegen Ebola
USA genehmigen Tests an Menschen
Gegen das tödliche Ebolavirus darf nun ein Medikament an Menschen getestet werden, das zuvor erfolgreich in Tests mit Affen war. Das hat die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA genehmigt, weil der Verdacht bestand, dass sich eine der Wissenschaftlerinnen bei den Tests mit dem Virus infiziert hatte.
Bioterror befürchtet
Ebolaviren sind für den Menschen so tödlich, dass sie es kaum schaffen, eine Epidemie auszulösen – sie können sich nicht schnell genug ausbreiten. Seit 1976 sind deshalb auch nicht mehr als 1.200 Menschen an Ebola und dem verwandten Marburg-Fieber gestorben, obwohl bis zu 90 Prozent aller Erkrankungen tödlich verlaufen. Doch Mediziner und Politiker fürchten eine andere Gefahr die von Ebola- und Marburgviren ausgeht: Sie könnten als tödliche Biowaffen missbraucht werden. Deshalb suchen Forscher der US-Armee nach Wirkstoffen gegen die Viren.
Klinische Tests möglich
Das jetzt getestete Medikament soll verhindern, dass sich die Viren im Körper vermehren, indem es ihr Erbgut angreift. Bei erkrankten Affen gelang dies: 60 Prozent der getesteten Affen starben nicht an einer Infektion, die für sie normalerweise zu 100 Prozent tödlich ist. Bei Tests mit dem Marburgvirus überlebten sogar alle Affen.
Als sich eine der Forschungsmitarbeiterinnen im Hochsicherheitslabor versehentlich mit einer Nadel stach, holten die US-Militärs sofort die Genehmigung ein, ihr das Medikament zu verabreichen. Es stellte sich jedoch heraus, dass dies nicht nötig war, da sich die Frau nicht infiziert hatte. Dennoch, die Erlaubnis für Tests an einer kleinen Gruppe von Freiwilligen besteht, klinische Tests sind damit erstmals möglich, wie die Wissenschaftler mitteilen.



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