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Redaktion apotheken.de » News des Tages

Trockene Heizungsluft - trockene Nase


Wie Sie Atemwegsinfekten vorbeugen


Je kürzer und kälter die Tage werden, umso mehr Zeit verbringen wir in unseren vier Wänden. Dort macht die trockene Heizungsluft Nase und Hals zu schaffen. Um Infekten vorzubeugen, ist es wichtig, die Atemwege feucht zu halten. Wie das geht, erklärt Harald Morr von der Deutschen Lungenstiftung.

Flimmerhärchen fangen Bakterien ab

„Trockene Schleimhäute in Nase, Mund, Hals und Rachen können nicht ihre volle Schutzfunktion entfalten“, erläutert der Lungenarzt Morr. Erkältungsviren haben dann leichtes Spiel. Der Grund: Unsere Atemwege sind mit tausenden von Flimmerhärchen ausgekleidet. Deren Aufgabe ist es, eingeatmete Krankheitserreger – ähnlich einem Transportband – wieder aus den Atemwegen hinaus zu befördern. Wenn die Luft zu trocken ist, kleben die Flimmerhärchen zusammen und sind weniger beweglich.

Die Schleimhäute feucht halten

Um Schnupfen und Halsschmerzen zu vermeiden, sollten Sie deshalb die Schleimhäute feucht halten. Besonders wirksam ist es, Salzlösung zu inhalieren. „Angefeuchtet schlagen die Flimmerhärchen effektiver und häufiger“, weiß Morr. „Außerdem verändert die Sole den Schleim in seinen Eigenschaften: Dieser ist nicht mehr klebstoffartig zäh, sondern flüssiger und kann somit auf dem Transportband besser gleiten.“ Das Salz erschwert Bakterien und Viren zusätzlich, sich an die Atemwegsschleimhaut zu heften.

Soledampf über die Raumluft

Es gibt verschiedene Möglichkeiten Sole zu inhalieren. Bei der klassischen Methode atmet man den Wasserdampf über eine Schüssel gebeugt, durch eine Maske oder ein Mundstück ein. Die bequemste Variante ist allerdings die Sole-Rauminhalation. „Hierbei wird die Solelösung über ein Gerät in die Raumluft abgegeben – die Inhalation erfolgt also ganz einfach über die natürliche Mund- und Nasenatmung“, erklärt Morr.

Wer keine Zeit für eine Sole-Inhalation findet, kann sich mit weiteren Mitteln vor trockenen Atemwegen schützen. So hält beispielsweise auch regelmäßiges Trinken die Schleimhäute feucht. Am besten eignet sich dafür Tee. Denn die Wärme macht Krankheitserregern das Leben zusätzlich schwer. Und auch wenn es draußen kalt ist: Wer häufig lüftet, tauscht die trockene Luft gegen feuchte aus.


07.11.2011 | Von: Andrea Bronberger