Notdienstapotheken
Serviceapotheken
Apotheken
Ärztliche Bereitschaft
Giftnotruf

Gesund leben | Vorsorge

Eltern und Kind

Gesundheit und Politik

Krankheiten | Therapie

Premium Gesundheitsinfos

Archiv

«
Mai - 2012
»
SMDMDFS
 01
02
03
04
05
06
07
08
09
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
2728
29
30
31
 

Diagnosefinder

diagnosefinder
Medizinlexikon
A B C D E F G H I J K L M
N O P Q R S T U V W X Y Z
Twitter
 
Redaktion apotheken.de » Gesundheit und Politik » Arzneimittelversorgung
Weitere interessante Artikel

Tumorschmerzen besser behandeln


Krebspatienten haben oft unnötig Schmerzen


Obwohl wirksame Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, erhalten in Deutschland immer noch nicht alle Tumorpatienten eine angemessene schmerzlindernde Therapie.
Wie sich die Versorgung verbessern lässt und welche neuen Ansätze es in der Schmerztherapie gibt, wird im Mai 2009 auf dem Deutschen Anästhesiekongress diskutiert.

Wissensdefizite bei Ärzten

Während einer Krebserkrankung kommt es bei vielen Patienten zu Tumorschmerzen, die durch die Krankheit selbst oder die begleitende Therapie ausgelöst werden. Studien zufolge könnten aber bei 95 Prozent der Krebspatienten die Schmerzen stark gelindert oder ganz beseitigt werden. Dennoch werden nicht alle Betroffenen ausreichend mit Schmerzmitteln therapiert. „Über 300.000 Menschen erkranken in Deutschland jährlich an Krebs. Davon haben 25 Prozent schon frühzeitig und 75 Prozent in späteren Krankheitsstadien Schmerzen“, sagt Dr. med. Andres Kopf  von der Berliner Charité.

Warum so viele Krebspatienten unterversorgt sind, führt Dr. Kopf vor allem auf Wissensdefizite der Ärzte zurück. Fortschritte sind deshalb nicht mit neuen Medikamenten zu erzielen, sondern nur durch eine konsequente und flächendeckende Umsetzung der Therapie-Empfehlungen. Deshalb setzt sich der Experte dafür ein, dass sich Mediziner bereits im Studium mit dem Thema beschäftigen.

Patientenaufklärung wichtig


In die Therapie-Empfehlungen werden ständig neue Ergebnisse eingebracht. Aktuelle Studien haben gezeigt, dass eine regelmäßige und strukturierte Schmerzmessung und eine gezielte Patientenaufklärung besonders wichtig sind. Denn nur der Patient selbst kann dem Arzt die notwendigen Informationen zur richtigen Diagnose geben. Neueste Empfehlungen betonen die Bedeutung von Diagnose und Therapie sogenannter Durchbruchschmerzen. Bei Durchbruchschmerzen kommt es trotz Gabe von lang wirksamen morphinartigen Schmerzmitteln zu anfallsartigen, kurzen Schmerzspitzen. Hier helfen den Betroffenen nur zusätzlich kurz wirksame Schmerzmittel, deren Dosis bei jedem Einzelnen genau angepasst sein muss.

Für Patienten ist es sinnvoll, ein Schmerztagebuch zu führen. Dies trägt dazu bei, den Schmerzauslöser richtig zu erkennen sowie die medikamentöse Therapie richtig planen und dosieren zu können.


30.04.2009 | Von: Judith Kaiser