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Redaktion apotheken.de » Stoffwechsel

Schilddrüsenüberfunktion erkennen


Bei psychischen Beschwerden auch an die Schilddrüse denken


Die Beschwerden bei einer Schilddrüsenüberfunktion ähneln häufig denen einer psychischen Erkrankung. Nervosität, Aggressivität und Stimmungsschwankungen sind mögliche Anzeichen einer Überfunktion der Schilddrüse. Darauf weisen deutsche Psychiater und Neurologen in einer Mitteilung hin.

Auch Schlafstörungen und verstärktes Schwitzen hängen demnach nicht selten mit einer Überproduktion von Schilddrüsenhormonen zusammen. Daher ist es wichtig, bei psychischen Problemen auch an eine organische Ursache zu denken.

Mit Medikamenten im Griff

Eine Schilddrüsenüberfunktion wird über eine Blutuntersuchung nachgewiesen und ist meist gut mit Medikamenten zu behandeln. Körperliche Anzeichen einer Schilddrüsenüberfunktion sind Herzrhythmusstörungen, ein beengendes Gefühl in der Herzgegend, eine leicht erhöhte Körpertemperatur und Überempfindlichkeit gegenüber Wärme.

Die zu hohe Konzentration von Schilddrüsenhormonen wirkt sich auf unterschiedliche Körperfunktionen aus. Die Symptome sind vielfältig und häufig unspezifisch. Auch Muskelkrämpfe, Zittern, Durchfall, Zyklusstörungen sowie Gewichtsverlust trotz starkem Hungergefühl kann eine Schilddrüsenüberfunktion verursachen. 

Schäden an Herz und Knochen drohen

Auch wenn diese Beschwerden dauerhaft einzeln oder in Kombination auftreten, sollte man an eine Fehlregulation der Schilddrüse denken. Bei einer Überfunktion, die auf einer Autoimmunreaktion beruht, kann es darüber hinaus zum Hervortreten der Augäpfel (Morbus Basedow) oder seltener zu einer Schwellung des Schienbeins kommen.

Unbehandelt droht eine Schilddrüsenüberfunktion das Herz zu schädigen oder Knochenschwund zu verursachen. Daher ist es wichtig, dass die Fehlregulation der Schilddrüse rechtzeitig diagnostiziert und richtig behandelt wird.


10.03.2010 | Von: Dorothee Steeb