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Unfallgefahr im Advent
Kinder erleiden am häufigsten Verbrennungen
Frisch aufgebrühter Gewürztee steht auf dem Tisch, daneben brennen die Kerzen und die Kinder tollen herum. Advent ist gemütlich und macht Spaß. Doch ist auch die Gefahr groß, dass sich Kinder an heißen Getränken verbrühen oder an offenen Flammen verbrennen.
Schon eine Tasse heißen Tees genügt
Nach Angaben der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) wurden im letzten Jahr allein im November und Dezember 100 Kinder wegen Verbrennungen behandelt. Davon war die Hälfte jünger als sechs Jahre und mitten in ihrer Forscherdrang-Phase. „Eltern sollten den Forscherdrang ihres Kindes nicht unterschätzen und es nie allein beim Backen, Kochen oder mit Kerzen und Zündhölzern lassen. Auch heiße Getränke gehören nicht in die Reichweite von Kindern“, rät Elisabeth Thomas von der DAK. Verbrennungen durch heiße Herdplatten, Backöfen oder Getränke sind für Kinder besonders gefährlich. Ihre Haut ist dünner als die von Erwachsenen, wodurch tiefe Verletzungen drohen. „Schon 60 Grad reichen bei einer gewissen Dauer aus, um Hautverbrennungen hervorzurufen“, warnt Thomas. Schüttet sich ein Kind eine Tasse heißen Tees über den Schoss, können bis zu 30 Prozent der Haut verbrühen. Eine Behandlung im Krankenhaus ist dann dringend nötig.
Nur fließend kaltes Wasser
Im Falle von Verbrennungen und Verbrühungen sollten Eltern schnell handeln und Erste-Hilfe-Maßnahmen ergreifen: „Bis der Notarzt eingetroffen ist, die Wunde möglichst nicht berühren und unter laufendem Wasser rund 20 Minuten kühlen“, empfiehlt Thomas. Das Kühlen verhindert, dass die Verbrennung auch in tiefere Hautschichten vordringt. Von Salben, Puder oder anderen Hausmitteln rät sie allerdings ab, denn: „Sie helfen nicht, sondern gefährden die Heilung, weil sie mit der offenen Wunde verkleben“.



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