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Väter im Kreißsaal überflüssig
Männer haben keine positive Wirkung auf Geburtsverlauf
Dass der Mann bei der Geburt dabei sein soll, steht für viele Paare fest. Die Wissenschaft zeigt jetzt aber, dass das nicht unbedingt sein muss – denn die Anwesenheit des Vaters hat keinen Effekt auf den Verlauf der Geburt. Wer trotzdem dabei sein will, sollte einen Vorbereitungskurs besuchen und zwar allein.
Schmerzt immer gleich
Weder auf Geburtsdauer, Schmerzmittelverbrauch noch auf die Häufigkeit von Komplikationen hat es eine positive Wirkung, wenn Männer ihren Frauen im Kreißsaal beistehen. Auch brauchen Frauen mit Beistand nicht seltener die Hilfe von Geburtszange oder Saugglocke als Einzelkämpferinnen. Zu diesem Ergebnis kommt Dr. Achim Wöckel von der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) in einer Auswertung.
Vorbereitungskurs unter Männern
Für die Paarbeziehung allerdings kann das gemeinsame Geburtserlebnis gut sein und die Zufriedenheit erhöhen. Das trifft laut Wöckel allerdings nur zu, wenn der Mann einen Geburtsvorbereitungskurs besucht hat und zwar einen nur für Männer. Dort bekomme er eine klare Rollen- und Funktionsdefinition für den Kreißsaal vermittelt, die später helfe, Frustrationen zu vermeiden. Dort können sie auch Fragen stellen, die sie vielleicht nicht stellen würden, wenn die Partnerin dabei ist. Gut vorbereiteten Männer sei klar, dass sie im Kreißsaal als Begleiter nichts steuern oder leisten müssen, sondern nur anwesend sein sollen und auf das medizinische Personals vertrauen können. Sie bewerten später das Geburtserlebnis auch positiver.
Das Recht, nicht dabei zu sein
Wichtig sei jedoch auch, dass Männer nicht dem Zwang ausgesetzt werden, dabei zu sein. Nicht alle Männer wollen die Geburt miterleben, doch mittlerweile wird das schon als selbstverständlich angesehen. „Einen unsicheren oder ängstlichen Partner braucht keine in den Wehen liegende Frau“, sagt Professor Klas Vetter von der DGGG.



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