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Redaktion apotheken.de » Eltern und Kind

Väter sind energiegeladen


Vatersein stärkt Lebenskraft und Seelenfrieden


Auch wenn die Kindererziehung oft stressig ist, sind viele Väter zufrieden mit ihrem Leben. Durch die Kinder fühlen sie sich lebendiger und glücklicher. Das ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK).

Energiegeladener und ausgeglichener


Befragt wurden 501 Väter mit Kindern unter drei Jahre über den Nachwuchs und ihr Lebensgefühl. 74 Prozent der Väter gaben an, durch die Kinder mehr Energie zu haben. Insbesondere die über 45-jährigen schöpfen aus ihrem Vaterdasein mehr Lebenskraft. Auch fühlen sich 64 Prozent der jüngeren und 74 Prozent der älteren Väter seelisch ausgeglichener. „Der Nachwuchs gibt dem Leben einen neuen Sinn und weckt wieder das Kind im Mann. Das steigert die Lebensfreude“, sagt der Diplompsychologe Frank Meiners.

Glücklich, aber gestresst


Trotz der positiven Effekte bleibt die Stressbelastung groß. So leiden etwa zwölf Prozent der Väter an Müdigkeit und Erschöpfung. Acht Prozent fühlen sich sogar gesundheitlich angeschlagen seit ihre Kinder auf der Welt sind. Vor allem in Haushalten mit mehreren Kindern nimmt der Stressfaktor zu. So berichten etwa 30 Prozent der Väter mit einem Kind, überlastet zu sein. Bei Vätern von mindestens drei Kindern sind es jedoch schon 45 Prozent. Grund dafür ist häufig die Doppelbelastung, Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen. Sie geht auch an den Vätern nicht spurlos vorbei. Umso mehr helfen die Glücksgefühle, Stress zu bewältigen, denn „nicht umsonst sorgen die positiven Vatergefühle für einen Energieschub und seelischen Frieden“, sagt Frank Meiners.

Wunsch nach mehr Zweisamkeit

Insgesamt können sich die meisten Väter ein Leben ohne Kinder nicht mehr vorstellen, nur sechs Prozent der Männer trauern der alten Freiheit nach. Dennoch wünscht sich etwa jeder zweite Vater mehr Zeit ohne Kinder, um diese gemeinsam mit seiner Partnerin zu verbringen, denn die Zweisamkeit kommt oft zu kurz. Auch für ihre Hobbys hätten sie gerne mehr freie Zeit übrig.


09.02.2010 | Von: Anke Kopacek