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Redaktion apotheken.de » Gesund leben | Vorsorge » Vorsorge aktiv

Von Rot zu Blau zu Gelb


Erste Hilfe beim Bluterguss


Einen Moment nicht aufgepasst und schon ist man gegen den Tisch geprallt oder über die Türschwelle gestolpert. Wenig später ist er da, der blaue Fleck: eine schmerzende, druckempfindliche Stelle, an der sich eine hässliche, blaurote Verfärbung bildet. Wie Blutergüsse entstehen und wie Sie die Beschwerden lindern.

Blutgefäße sind verletzt

Ein Hämatom oder ein Bluterguss entsteht meist nach einem Stoß, Schlag oder einer Quetschung. Dabei reißen die empfindlichen Kapillargefäße unter der Haut. Blut strömt an der betroffenen Stelle aus und ein roter Fleck entsteht, der rasch blau wird. Spezielle Eiweiße bauen nach und nach den roten Blutfarbstoff - das Hämoglobin - ab. Der Fleck verfärbt sich daraufhin grün und schließlich gelb.

Schnelles Kühlen lindert Beschwerden

Ist der blaue Fleck einmal da, müssen Sie sich gedulden bis er von selbst verblasst - das lässt sich nicht beschleunigen. Bei frischen Verletzungen gibt es aber Möglichkeiten, die Schmerzen und die Schwellung einzudämmen. Kühlen Sie gleich nach der Verletzung die betroffene Stelle mit einem Eisbeutel oder einer Kühlkompresse. Durch die Kälte ziehen sich die Gefäße rasch zusammen. So tritt weniger Blut aus und die gestoßene Stelle schwillt nicht so stark an. Entsprechend klein bleibt der blaue Fleck.

Zusätzlich können Sie auf schmerzlindernde Salben mit Kräuterextrakten zurückgreifen. Dazu lassen Sie sich in ihrer Apotheke beraten.

Wann Blutergüsse gefährlich sind

Meistens sind blaue Flecke völlig harmlos. Eine ärztliche Behandlung ist nur in seltenen Fällen nötig. Vorsicht ist geboten, wenn der Bluterguss nach einem Unfall auftritt. Hinter dem blauen Fleck kann dann nämlich auch eine größere innere Verletzung stecken.


23.11.2011 | Von: Julia Heiserholt