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Vorgesetzte gegen Burnout
Soziale Chefs haben gesündere Angestellte
Wenn Führungskräfte ihre Mitarbeiter bei der Arbeit sozial unterstützen, sinkt das Burnout-Risiko in Unternehmen erheblich. Ohne die Unterstützung der Vorgesetzten gibt es schnell wieder mehr durch Burnout bedingte Ausfälle in der Belegschaft. Das zeigt eine Langzeitstudie des schweizerischen Instituts Sciencetransfer in Zusammenarbeit mit der Bertelsmann Stiftung.
20 Prozent mehr Freundlichkeit
Die Studie ergab, dass eine um 20 Prozent intensivere menschliche Unterstützung seitens der Führungskräfte die Burnout-Rate in der Belegschaft um 10 Prozent senkt. Zu so einer Unterstützung gehören einerseits Arbeitsmittel, Tipps und Arbeitsentlastung, andererseits auch emotionale Faktoren wie Zuspruch, Motivation und Zuhören. Die Forscher haben in den Jahren 2006 bis 2009 jährlich 120 Teilnehmer untersucht und befragt. Jeder von ihnen beantwortete mehr als 250 Fragen zu 20 Gesundheitsaspekten.
Die Forscher schließen aus ihren Ergebnissen, dass sozial unterstützendes Verhalten eine selbstverständliche Führungsaufgabe sein sollte. Es sei eine gesundheitswirksame und erlernbare Führungsmethode, die die Belastung der Mitarbeiter reduziert und Arbeitsausfällen vorbeugt. Chefs, die die Peitsche schwingen, sind demnach überholte Modelle.
Sozialere Führungskräfte für wirtschaftlichen Erfolg
Auch der Studie „Betriebliches Gesundheitsmanagement 2010“ des TÜV Süd zufolge verursachen zu große Arbeitsbelastung, fehlende Wertschätzung und ein schlechtes Betriebsklima auf Dauer Burnout. In Deutschland entstehen dadurch jedes Jahr volkswirtschaftliche Kosten in Höhe von 6,3 Milliarden Euro. Die Burnout-Rate um 10 Prozent zu senken, könnte demnach viele Millionen Euro sparen.
Die Auftraggeber der Studie von der Bertelsmann Stiftung fordern deshalb ein Umdenken in der Mitarbeiterführung: „Das sozial unterstützende Verhalten von Vorgesetzten muss zum festen Teil einer modernen Personalpolitik werden. Wer qualifizierte Fachkräfte halten und den wirtschaftlichen Erfolg seines Unternehmens sichern will, wird die Burnout-Raten im Betrieb deutlich senken müssen“, sagt Projektmanager Detlef Hollmann.



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