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Vorsicht beim Karnevalskostüm-Kauf
In jedem vierten Produkt lauern Gefahren
Die Narrensaison strebt ihrem Höhepunkt entgegen. Auch kleine Jecken freuen sich auf die Karnevalsumzüge. Viele Eltern gehen deshalb im Kaufhaus auf die Jagd nach Cowboy-, Ritter- oder Prinzessinnen-Kostümen. Doch Vorsicht: Nicht jedes Karnevals-Outfit eignet sich als Kinderkostüm.
Achtung Weichmacher
Wie in manchem Spielzeug stecken auch in Kostümen, Masken, Perücken oder Spielzeugpistolen ungeahnte Gefahren. In einer aktuellen Studie im Auftrag des Arbeitsministeriums in Nordrhein-Westfalen stuften Experten jeden vierten Karnevalsartikel als gesundheitlich bedenklich ein. In vielen Masken etwa fanden sie hohe Konzentrationen an Weichmachern – also Chemikalien, die hartes Plastik in elastischen Kunststoff verwandeln. Die gemessenen Werte lagen dabei deutlich über dem in Deutschland zulässigen Grenzwert. Das ist bedenklich, denn Weichmacher greifen in den Hormonhaushalt ein. Das beeinträchtigt nicht nur die körperliche Entwicklung, sondern kann auch Unfruchtbarkeit verursachen.
Brennende Perücken, ohrenbetäubende Pistolen
Zudem mangelte es vielen Masken an genügend Lüftungsschlitzen. Dadurch steigt nach Meinung der Experten die Gefahr, dass Kinder, wenn sie solch eine Maske lange tragen, darunter ersticken. Auch hingen an vielen Kostümen ungesicherte Schnüre und Kordeln, an denen sich kleine Kinder leicht strangulieren könnten. Selbst Bärte und Perücken erwiesen sich als wenig kindertauglich. Viele von ihnen ließen sich leicht anzünden. Das Risiko, im Karnevalstrubel Verbrennungen davonzutragen, ist also groß. Auch Hörschäden schließen die Experten nicht aus: zumindest, wenn Eltern ihre Kinder mit laut knallenden Zündplättchen-Pistolen auf den Umzug schicken.
Augen und Nase aufhalten
Alle diese Gefahren können Eltern jedoch vermeiden, wenn sie ihre Augen und Nasen offen halten. Kostümteile, die einen stechenden Geruch verströmen, sollten am besten gleich im Regal bleiben. Dasselbe gilt auch, wenn Schnüre und Kordeln zu nachlässig vernäht sind. Des Weiteren sollten Eltern stets auf eine CE-Kennzeichnung achten. Dieses weist Produkte als geprüft aus und somit als sicher. Artikel ohne CE-Kennzeichnung hingegen sind nicht geprüft und daher mit Vorsicht zu genießen.



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