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Redaktion apotheken.de » Gesundheit und Politik » Gesundheitspolitik

Warnung vor Alkohol im Karneval


Jugendliche trinken gerade im Karneval zu viel


Besonders im Karneval besteht die Gefahr, dass Jugendliche exzessiv trinken und sich dadurch gefährden. Davor warnt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und weist auf die Folgeschäden des absichtlichen „Rauschtrinkens“ hin.

Bewegung verboten

„Viele Jugendliche unterschätzen die Gefahren von hohem Alkoholkonsum in kurzer Zeit“, sagt Prof. Elisabeth Pott von der BZgA. Im Rausch sehen sie schlechter, sprechen undeutlich und ihre Reaktionsfähigkeit nimmt rapide ab. Das Unfallrisiko ist deshalb zehnmal höher als sonst und die Gewaltbereitschaft nimmt zu.

Vor allem das schnelle Trinken von hochprozentigem Alkohol sei gefährlich. Dann fehlt dem Körper die Zeit, sich durch Übelkeit und Erbrechen gegen das Zellgift Alkohol zu wehren. Darüber hinaus warnt Pott vor der enthemmenden Wirkung des Rauschmittels, die Jugendliche schnell in riskante Situationen bringt. Laut einer Umfrage der BZgA verzichtet etwa jedes fünfte Mädchen und jeder zehnte Junge zwischen 14 und 17 Jahre unter Alkoholeinfluss beim Geschlechtsverkehr auf ein schützendes Kondom.

Eltern gefordert

Insbesondere die Eltern sieht Pott in der Pflicht, ihre Kinder vor übermäßigem Alkoholkonsum zu schützen. „Auch zu Karneval müssen sie mit gutem Beispiel vorangehen und sollten nicht leichtfertig vor den Augen ihrer Kinder zu viel Alkohol trinken“, sagt sie. In Deutschland gilt ein striktes Abgabeverbot von Alkohol an Jugendliche unter 16 Jahre. Hochprozentiges dürften nur über 18-Jährige bekommen. Die BZgA ruft die Betreiber von Gaststätten, Kiosken, Tankstellen und anderen Verkaufsstellen dazu auf, diese Bestimmungen einzuhalten.
Um junge Menschen über die mit Alkohol verbundenen Risiken zu informieren, sind Teams der BZgA in den Karnevalshochburgen Köln, Düsseldorf, Mainz und München vor Ort.


11.02.2010 | Von: Stefanie Grutsch