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Redaktion apotheken.de » Gesund leben | Vorsorge » Forschung verstehen

Warum Kälte Augen austrocknet


Tränensekret wird durch niedrigere Temperaturen dickflüssig


In der kalten Jahreszeit kämpfen viele Menschen mit trockenen Augen. Verantwortlich dafür ist neben trockener Heizungsluft vor allem Kälte. Fallen draußen die Temperaturen, nimmt auch die Temperatur am Auge ab: Der ölige Tränenfilm verwandelt sich in dickflüssiges Sekret.

Tränenfilm verliert Wasser

Diesem Phänomen kamen kürzlich Forscher der Universität Texas auf die Spur. Sie stellten fest, dass ein Temperaturabfall am Auge auf 32 Grad Celsius genügt, damit das Tränensekret verdickt. Dadurch verliert die Tränenflüssigkeit vor allem eines: Wasser. In der Folge verteilt sich das Tränensekret schlecht auf den Augen und verdunstet leichter. Je trockener die Augen dadurch werden, umso stärker jucken und brennen sie auch. Fällt die Temperatur noch deutlicher unter 32 Grad Celsius verschärfen sich diese Symptome zusätzlich. Sobald die Augentemperatur allerdings steigt, nehmen die Beschwerden ab. Bereits bei einer Temperatur zwischen 32 und 34 Grad Celsius schmilzt das zähe Sekret. Die Tränenflüssigkeit kann sich nun also wieder normal über dem Auge verteilen. Auch die Gefahr, dass die Augen schnell austrocknen, ist damit gebannt.

Was dagegen hilft

Wer besonders stark an trockenen Augen leidet, kann sich also freuen, dass der Frühling Einzug hält. Sobald nämlich die Außentemperaturen steigen, nimmt auch die Temperatur am Auge zu. Wer allerdings nicht bis zum Frühlingsbeginn warten will, schützt seine Augen am besten mit einer Brille. Das hält die Augen etwas warm und verhindert – vor allem bei starkem Wind –, dass der Tränenfilm zu stark verdunstet.


07.03.2011 | Von: Dr. nat. med. Anke Kopacek