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Diagnosefinder
Warum Männer seltener Asthma kriegen
Testosteron unterdrückt Entzündungen
Dank des Testosterons haben Männer einen ausgeprägten Bizeps, eine raue Stimme und Haare auf dem Kinn. Das Hormon kann aber noch mehr als Haare und Muskeln sprießen lassen: Es schützt Männer davor an Rheuma, Schuppenflechte oder Asthma zu erkranken. Diesem Phänomen kamen Forscher der Universität Jena auf die Spur.
Immunsystem von Männern reagiert anders
Dass Männer seltener an Asthma und Co. leiden, ist Forschern schon lange bekannt. Ursache dafür sind geschlechtsspezifische Unterschiede im Immunsystem. „In einer Reihe von Untersuchungen konnten wir zeigen, dass die Zellen, die für die Entstehung von Entzündungen verantwortlich sind, bei Männern und Frauen sehr unterschiedlich reagieren“, erläutert Studienautor Carlo Pergola. So produzierten bestimmte Immunzellen bei Frauen fast doppelt so viele entzündungsfördernde Stoffe wie bei Männern. Schließlich laufen Frauen auch eher Gefahr Asthma oder Rheuma zu bekommen.
Mehr Testosteron – weniger Entzündungsstoffe
Nun gingen die Forscher den Entzündungsprozessen genauer auf den Grund. Sie entnahmen einer Gruppe von männlichen und weiblichen Probanden die entscheidenden Immunzellen und testeten, wie aktiv diese waren. Im Speziellen untersuchten die Forscher die Aktivität eines Eiweißes namens Phospholipase D – ein Enzym-Eiweiß, von dem Forscher wissen, dass es die Produktion von Entzündungsstoffen fördert.
Wie sich herausstellte, ist die Phospholipase D bei Männern weniger aktiv als bei Frauen. Dadurch produziert ihr Körper weniger Entzündungsstoffe und macht sie so unempfindlicher für entzündlich-allergische Erkrankungen wie Asthma, Schuppenflechte oder Rheuma. Die männlichen Hormone spielen dabei eine Schlüsselrolle. „Interessanterweise verringert sich die Enzymaktivität unter dem Einfluss von Testosteron – auch in den weiblichen Immunzellen“, erklärt Pergola.
- Links:
- Die Studienergebnisse sind im Fachblatt "The FASEB Journal" online veröffentlicht.



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