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Redaktion apotheken.de » Gesund leben | Vorsorge » Vorsorge aktiv

Weniger Zucker - längeres Leben


Kalorienarmes Essen hält die Zellen jung


Wer sich mit Süßigkeiten zurück hält, lebt länger. Außerdem schützt man sich so vor altersbedingten Erkrankungen wie Krebs und Typ-2-Diabetes. Das behaupten zumindest Wissenschaftler der Göteborg Universität. Sie fanden heraus, was hinter dem Phänomen steckt.

Wenn die Zellen sich nicht mehr teilen

Unser Körper besteht aus etwa 100 Billionen Zellen. Diese bleiben aber nicht ewig erhalten. Alte Zellen werden immer wieder durch neue ersetzt. Die Hautzellen erneuern sich beispielswiese innerhalb eines Monats komplett. Im Alter nimmt die Fähigkeit unserer Zellen sich zu teilen allerdings ab – dann sterben mehr Zellen, als neue nachkommen. So entstehen nicht nur unschöne Falten, auch das Risiko für altersbedingte Erkrankungen wie Krebs und Diabetes steigt. Einer kalorienarme Ernährung kann dem offenbar vorbeugen und das Leben um ein paar Jahre verlängern.

Hefezellen zeigen, wie's geht

Aus einem Versuch mit Affen wussten die schwedischen Forscher bereits: Tiere, die wenig Zucker fraßen und gleichzeitig ausreichend Vitamine und Mineralstoffe bekamen, lebten einige Jahre länger. Einen ähnlichen Ansatz verfolgten die Wissenschaftler nun im Laborversuch mit Hefezellen. Sie fütterten einen Teil der Zellen mit wenig Zucker, weitere Hefezellen bekamen viel „Süßes“. Es zeigte sich, dass die Zellen sich länger teilten, wenn sie weniger Zucker bekamen.

Was dahinter steckt? Offenbar ein bestimmtes Eiweiß, das Peroxiredoxin 1 (Prx1). Prx1 animiert die Zellen dazu, sich zu teilen. Im Versuch mit den Hefezellen fanden die Forscher heraus, dass Prx1 nur bei kalorienarmer Ernährung aktiv ist. Demnach regt eine Ernährung mit wenig Süßem die Zellteilung an. Die Forscher gehen davon aus, dass eine zuckerarme Ernährung nicht nur dem Hefepilz, sondern auch dem Menschen ein längeres Leben bescheren könnte.


02.11.2011 | Von: Andrea Bronberger