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Wenn die Stimme wegbleibt


Heiserkeit kann viele Ursachen haben


Wenn Heiserkeit zusammen mit einer Erkältung auftritt, ist das kein Grund zur Besorgnis. In der Regel kehrt die Stimme nach wenigen Tagen zurück. Doch auch schwere Erkrankungen wie Kehlkopfkrebs können hinter Stimmstörungen stecken. Wenn die Heiserkeit länger andauert, sollten Sie deshalb unbedingt zum Hals-Nasen-Ohren-Arzt gehen.

Ein Symptom, keine Krankheit

„Eine klare Stimme ist Ausdruck von körperlicher und geistiger Gesundheit", führt der HNO-Arzt Joseph Sopko aus. Ist die Stimme ungewöhnlich stark beansprucht, klingt sie mitunter heiser oder versagt gänzlich. „Heiserkeit ist aber keine Krankheit an sich, sondern nur ein Symptom", erläutert Sopko. Dahinter kann Verschiedenes stecken.

Heiserkeit durch Überlastung der Stimmbänder tritt häufig bei Menschen auf, die berufsbedingt sehr viel sprechen müssen. Dazu zählen etwa Lehrer, Ärzte oder Schauspieler. Oft zieht auch eine Erkältung die Stimmbänder in Mitleidenschaft. In manchen Fällen löst sogar psychischer Stress Heiserkeit aus – Angst und Aufregung, Depressionen und sogar Liebeskummer können Menschen regelrecht verstummen lassen. „Denn die Stimme ist auch ein Spiegelbild der Seele“, erklärt Sopko.

Mit der „Kehlkopfdiät“ gegen Heiserkeit

Stimmverlust, starker, anhaltender Husten und Halsschmerzen sind möglicherweise auch Anzeichen für eine Entzündung des Kehlkopfes, Laryngitis genannt. Ebenso kann Kehlkopfkrebs Heiserkeit verursachen. Jede Heiserkeit, die länger als drei Wochen anhält, muss daher vom HNO-Arzt untersucht werden.

Wenn klar ist, dass keine ernsthafte Krankheit vorliegt, empfiehlt Sopko die so genannte „Kehlkopfdiät": „Betroffene sollten nicht rauchen oder Alkohol trinken, scharf gewürzte Speisen meiden, auf stark gekühlte als auch erhitzte Getränke verzichten, nicht zu heiß essen und die Stimme schonen."


10.11.2011 | Von: Andrea Bronberger