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Redaktion apotheken.de » Stoffwechsel

Wenn Halsschmerzen nicht vergehen, ...


... kann die Schilddrüse dahinter stecken


Wer lange Zeit an starken Halsschmerzen leidet, sollte seine Schilddrüse vom Arzt untersuchen lassen. Denn neben einer harmlosen Erkältung kann auch eine Entzündung der Schilddrüse die Schmerzen verursachen.

Ausgeprägte Schmerzen im Kehlkopf

Laien fällt es schwer, eine Schilddrüsenentzündung von einer Entzündung der Atemwege zu unterscheiden. „Bei einer entzündeten Schilddrüse können die Schmerzen häufig nicht genau lokalisiert werden. Dadurch werden die Beschwerden leicht mit einer Entzündung der Rachenschleimhaut, der Nase, der Ohren oder der Mandeln verwechselt“, erklärt Wolfgang Wesiack vom Berufsverband Deutscher Internisten. Starke Halsschmerzen, die lange anhalten, sind jedoch ein Zeichen dafür, dass mit der Schilddrüse etwas nicht stimmt – vor allem, wenn sie im Bereich des Kehlkopfs auftreten. Charakteristisch ist auch, dass die Schmerzen auf den gesamten Kopf oder die Brust ausstrahlen und sich die Betroffenen mit der Zeit schwer krank fühlen.

Schilddrüse verursacht nicht immer Schmerzen

Tückischerweise geht nicht jede Schilddrüsenentzündung mit Schmerzen einher: so zum Beispiel die Hashimoto-Thyreoditis. Hier handelt es sich um eine so genannte Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem körpereigenes Schilddrüsengewebe zerstört. Dadurch gerät der Hormonhaushalt in der Schilddrüse aus dem Gleichgewicht. In der Folge kommt es zunächst zu einer Schilddrüsenüberfunktion und später zu einer Schilddrüsenunterfunktion, die unbehandelt chronisch zu werden droht. Sie äußert sich durch Gewichtszunahme, trockene Haut oder spröde Haare.

Doch egal, ob eine Schilddrüsenentzündung schmerzhaft ist oder nicht, sie muss in allen Fällen vom Spezialisten behandelt werden: Nur so kommt der Hormonhaushalt und die Funktion der Schilddrüse wieder ins Lot.


04.11.2011 | Von: Dr. nat. med. Anke Kopacek