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Diagnosefinder
Yoga als Stimmungsaufheller
Übungen effektiver als Joggen
Wenig Licht und graue Tage trüben im Winter bei vielen die Stimmung. Hält diese lange an, besteht die Gefahr, dass sich daraus ein seelisches Tief entwickelt. Viel Bewegung hilft, das zu verhindern. Yoga wirkt dabei besonders gut, noch besser als Laufen.
Yoga reguliert Botenstoffe im Gehirn
Menschen mit Stimmungsschwankungen zeigen eine andere Gehirnaktivität als stimmungsstabile Personen. Typischerweise finden Mediziner bei den Betroffenen weniger gamma-Aminobuttersäure. Dieser Nervenbotenstoff – abgekürzt GABA – reguliert die Nervenaktivität im Gehirn und sorgt dafür, dass Stimmungen im Gleichgewicht bleiben. Bildet der Körper zu wenig davon, gerät dieses Gleichgewicht aus den Fugen. Dadurch nimmt die Reizbarkeit zu und auch das Risiko Stimmungsschwankungen nicht mehr entgegenwirken zu können. Daher bekommen Patienten, die an Verstimmungen leiden, auch meist Medikamente, die den GABA-Mangel ausgleichen und so die Seele wieder ins Lot bringen sollen.
Lotussitz statt Pillen
Einer Studie zufolge sind solche Medikamente aber gar nicht nötig: Wie Bostoner Forscher feststellten, bewirkt Yoga das genauso gut. Sie untersuchten die Gehirnaktivität praktizierender Yogalehrer. Bei den Lehrmeistern stieg durch die Übungen die Konzentration von GABA im Gehirn an. Demnach reguliert Yoga auf natürliche Art und Weise den Gehirnstoffwechsel und sorgt so für eine stimmige Chemie im Gehirn. Dieser Befund passt auch zu dem Wissen, dass Yoga sich allgemein positiv auf Körper und Geist auswirkt. Und es eröffnet zudem eine neue Chance: nämlich die, Yoga als nichtmedikamentöse Therapie bei Depressionen einzusetzen.



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