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Diagnosefinder
Zähneputzen fürs Herz
Mundhygiene beugt Herzinfarkt vor
Zweimal täglich Zähneputzen ist ratsam, keinesfalls seltener – sonst droht nicht nur Karies, sondern auch ein Herzinfarkt. Davor warnen Wissenschaftler des University College London. Ihrer Studie zufolge geht schlechte Mundhygiene mit einem höheren Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten einher.
Jeder Dritte putzt nicht zweimal täglich
Die Daten von mehr als 11.000 Erwachsenen hat das Team um Richard Watt analysiert. Sie befragten die Teilnehmer mehrmals zu ihren Lebensgewohnheiten: wie sportlich sie sind, ob sie rauchen und eben auch, wie oft sie sich die Zähne putzen und wie oft sie zum Zahnarzt gehen. 30 Prozent der Befragten gaben an, dass sie seltener als zweimal täglich die Zähne putzen.
Die Zahnputz-Muffel berichteten zudem auffallend öfter von Herz-Kreislauf-Erkrankungen: um 70 Prozent häufiger waren sie davon betroffen. Das ist das Ergebnis der Analyse, nachdem auch die anderen Risikofaktoren wie Rauchen berücksichtigt wurden.
Entzündungsprozesse bei Putz-Muffeln
Watt und seine Kollegen glauben, dass der Zusammenhang auf Entzündungsprozesse zurückzuführen ist. Die Studienteilnehmer mit schlechter Mundhygiene hatten erhöhte CRP-Werte im Blut, die anzeigen, dass im Körper Entzündungsprozesse ablaufen. Offenbar haben bei den Betroffenen nicht nur die Bakterien im Mund leichtes Spiel und verursachen Parodontitis, sondern diese fördert auch Entzündungsprozesse im ganzen Körper. Das wiederum begünstigt Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt, wie Watt aus seinen Ergebnissen schließt.



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