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Diagnosefinder
Zahl der Kaiserschnitte nimmt zu
Experten raten zu natürlicher Geburt
2009 kamen mehr als 33 Prozent der Kinder per Kaiserschnitt zur Welt. Medizinisch notwendig wäre der Eingriff jedoch nur bei etwa 10 Prozent. Jährlich steigt die Zahl der geplanten Kaiserschnitte, die jedoch auch ein Risiko bergen.
Jährlich mehr Kaiserschnitte
Laut aktuellen Daten der DAK haben im Jahr 2005 noch 29,5 Prozent der Versicherten per Kaiserschnitt entbunden. 2007 waren es bereits 31,5 Prozent und im vergangenen Jahr sogar 33,2 Prozent. Selbst wenn medizinisch gesehen nichts gegen eine natürliche Geburt spricht, entscheiden sich offenbar immer mehr Frauen für den Kaiserschnitt.
Kaiserschnitt nicht risikofrei
Angst vor Geburtsschmerzen, einem Dammriss oder späterer Harninkontinenz ist häufig der Grund für diese Entscheidung. Rund zwei Wochen vor dem errechneten Geburtstermin holen Ärzte bei einem geplanten Kaiserschnitt das Kind auf die Welt. Viele Frauen übersehen, dass auch ein Kaiserschnitt nicht risikofrei ist. „Im Normalfall ist die Komplikationsrate beim Kaiserschnitt aufgrund verbesserter Schnitt- und Narkosetechnik natürlich minimal“, sagt die Frauenärztin Dr. Christiane Kutter-Deest. „Dennoch bestehen für die Mutter dieselben Risiken wie bei jeder anderen OP auch: Narkosezwischenfälle, Blutungen oder Thrombosen.“ Auch die Operationsnarbe könne noch Jahre später Probleme verursachen.
„Einmal Kaiserschnitt, immer Kaiserschnitt“ gilt nicht mehr
Dr. Kutter-Deest empfiehlt deshalb eine natürliche Geburt, wenn der Kaiserschnitt nicht medizinisch notwendig ist. Das sei mittlerweile auch möglich, wenn eine Frau bereits einen Kaiserschnitt hinter sich hat. „Wenn eine Frau beispielsweise beim ersten Kind wegen Beckenendlage einen Kaiserschnitt hatte und das zweite Kind in Schädellage liegt, kann sie selbstverständlich eine Spontangeburt anstreben“, sagt die Frauenärztin.



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