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Diagnosefinder
Zahnausfall durch Rauchen
Bei Rauchern leidet auch die Zahngesundheit
Ein zahnloser Mund im Alter – das muss heute nicht mehr sein. Doch Raucher verdoppeln ihr Risiko für Zahnausfall, denn Schadstoffe aus dem Tabakrauch treiben die Zerstörung des Kieferknochens voran. Daher leiden Raucher wesentlich häufiger unter entzündlichen Veränderungen des Zahnhalteapparats.
Das zeigt der aktuelle Report „Rauchen und Mundgesundheit“ vom Deutschen Krebsforschungszentrum und der Bundeszahnärztekammer. Die Autoren des Reports vermuten zudem, dass das Rauchen Zahnfleischbluten unterdrückt, das sonst vor Erkrankungen des Zahnhalteapparats warnt. So merken betroffene Raucher auch später, wenn ihre Zähne krank sind.
Auch erhöhtes Risiko für Mundhöhlenkrebs
Rauchen schädigt nicht nur Zahnfleisch und Zähne, sondern kann auch Mundhöhlenkrebs verursachen. „In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 10.000 Menschen an Krebs der Mundhöhle und des Rachens und rund 4.500 sterben daran, vor allem Männer“, sagt Dr. Martina Pötschke-Langer vom Deutschen Krebsforschungszentrum.
Zahnärzte für Rauchstopp
Nicht nur für die Lunge, sondern auch für Zähne und Mundhöhle ist ein konsequenter Rauchstopp also mehr als sinnvoll. Dabei wollen künftig auch die Zahnärzte ihre Patienten mehr unterstützen. „In Deutschland gehen rund 76 Prozent der Erwachsenen und etwa 66 Prozent der Jugendlichen mindestens einmal im Jahr zum Zahnarzt. Dabei hat das zahnärztliche Behandlungsteam regelmäßig die Gelegenheit, Raucher zu einem Rauchstopp zu motivieren“, sagt Pötschke-Langer. Die Bundeszahnärztekammer fordert daher alle Mitglieder des zahnärztlichen Teams auf, in der Beratung von Rauchern aktiv zu werden und so die Mundgesundheit ihrer Patienten zu fördern.
- Links:
- Der Report kann im Internet unter www.tabakkontrolle.de eingesehen werden.



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