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Zeitumstellung: Eine Stunde fehlt


Mit kleinen Tricks der Müdigkeit entgehen


Am 28. März wird die Uhr um zwei Uhr morgens um eine Stunde auf drei Uhr vorgestellt. Für einige Menschen ist diese fehlende Stunde unangenehm. Der tageszeitliche Rhythmus wird im Gehirn von einem kleinen Knoten aus tausenden von Nervenzellen  gesteuert, der inneren Uhr. Sie orientiert sich am Tageslicht, am Wechsel von Hell und Dunkel und ist durch eine Nervenbahn mit dem Auge verbunden. Das Tageslicht fällt ins Auge und wird als Reiz durch die Nervenbahn an die innere Uhr weitergeleitet.

Pulsfrequenz, Blutdruck, Körpertemperatur werden von diesem Rhythmus gesteuert. Auch die Ausschüttung des Hormons Melatonin hängt davon ab: Während der Dunkelheit werden größere Mengen des Schlafhormons ausgeschüttet. Das macht den Menschen träge und müde. „Dem kann man aber entgegenwirken“, sagt Medizinerin Astrid Maroß von der AOK. „Man muss nur seinen Rhythmus der Zeitumstellung anpassen.“

An den neuen Rhythmus gewöhnen

Wie viele Tage die innere Uhr braucht, um sich an den neuen Rhythmus zu gewöhnen, ist individuell verschieden. Es dauert in der Regel aber nicht länger als 14 Tage. Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Appetitlosigkeit und Gereiztheit können als Symptome auftreten. „Um den Körper auf die Zeitumstellung vorzubereiten, können Sie einige Tage vor der Zeitumstellung anfangen, immer etwas früher ins Bett zu gehen. Eine Viertelstunde pro Tag reicht schon“, sagt Maroß.

Auch viel Zeit an der frischen Luft und am Tageslicht gewöhnt die innere Uhr an den neuen Tagesrhythmus. Ein Mittagsschlaf sollte in den ersten Tagen nach der Umstellung dagegen vermieden werden. Bei Verdauungsproblemen kann es helfen, die Zeiten für die Hauptmahlzeiten zu ändern. Samstag vor der Zeitumstellung können die Hauptmahlzeiten je eine halbe Stunde früher eingenommen werden.

Gegen Schlafstörungen helfen Fußbäder, heiße Vollbäder oder autogenes Training. Üppige, schwere Mahlzeiten vor dem Zubettgehen sollten genauso vermieden werden wie Kaffe und Tee. Wer es sich erlauben kann, tut gut daran am Tag nach der Zeitverschiebung einfach etwas länger im Bett liegen zu bleiben und die Woche ruhig zu beginnen.


26.03.2010 | Von: Dorothee Steeb