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Zigarettenwerbung an der Kasse
Nichtraucherschutz für Jugendliche reicht nicht aus
Zigarettenwerbung unterliegt in Deutschland verhältnismäßig strikten Regeln, doch diese reichen offenbar nicht aus: Die Werbung an Tankstellen-, Supermarkt- oder „Späti“-Kassen verführt Jugendliche nachweislich, mit der ungesunden Sucht zu beginnen.
Zahl der Werbekontakte steigert Risiko
Dass nicht nur Zigarettenwerbung in den Medien – die in Deutschland verboten ist – sondern auch an der Ladentheke Jugendliche gefährdet, haben nun Wissenschaftler um Lisa Henriksen von der Universität Stanford nachgewiesen. Henriksen befragte über 2.000 Schüler zwischen elf und 14 Jahren mehrmals über mehrere Jahre hinweg. Sie gaben Auskunft zu ihrem Einkaufsverhalten und natürlich, ob sie rauchten oder nicht. Zu Beginn der Befragungen verneinten das 1.681 Schüler. 18 Prozent davon begannen dann innerhalb des ersten Jahres zu rauchen.
Die Analyse der Befragungen ergab dann, dass unter diesen 18 Prozent Rauchanfängern deutlich mehr Jugendliche waren, die häufig und regelmäßig an Tankstellen und in kleineren Läden einkauften. Die Wahrscheinlichkeit, dass Jugendliche zur Zigarette greifen, wächst demnach stark, umso häufiger sie der Werbung in den Geschäften ausgesetzt waren – andere Risikofaktoren einbezogen.
Um zu messen, wie oft das der Fall war, multiplizierten die Wissenschaftler die Einkaufsfrequenz der Jugendlichen mit der Anzahl der Tabakwerbungen in Geschäften nahe der Schule. Die Zahl der Werbekontakte schwankte je nach „Einkaufsfleiß“ zwischen 114 und 633. „Die Tabakindustrie behauptet, Zigarettenwerbung diene dazu, Raucher zu einem Markenwechsel zu überreden, aber unsere Studie zeigt, dass sie Teenager zu der tödlichen Angewohnheit verführt“, sagt Lisa Henriksen zu den Ergebnissen.




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