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Redaktion apotheken.de » Gesund leben | Vorsorge » Forschung verstehen
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Zu hohe Luftverschmutzung


Zu viel Feinstaub in Deutschlands Innenstädten


Die gesundheitsschädliche Feinstaubbelastung in den Innenstädten ist auch nach Einführung der Umweltplakette noch zu hoch. In sechs Städten, darunter Stuttgart und München, wird der Grenzwert zu oft überschritten. Weitere zehn Städte stehen kurz vor der Grenzwertüberschreitung, warnt das Umweltbundesamt (UBA).

Grenzwertüberschreitungen ließen sich verhindern


50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft sind im Tagesdurchschnitt zugelassen. Dieser Wert darf maximal an 35 Tagen im Jahr überschritten werden. Doch trotz der Einrichtung von Umweltzonen in den Innenstädten, passiert das etwa in Stuttgart und München häufiger. Das heißt, die Bewohner sind zu oft dem gesundheitsschädlichen Feinstaub ausgesetzt. Er führt zu einer Verlangsamung des Lungenwachstums bei Kindern und verursacht Atemwegserkrankungen sowie Herz-Kreislauf-Komplikationen.

„Wir müssen die Feinstaubbelastung dringend senken, damit die Menschen in den Innenstädten gesunde, saubere Luft atmen können“, sagt Thomas Holzmann vom UBA. „Möglichkeiten, die Feinstaubemissionen zu senken, gibt es. Sie müssen nur schleunigst Wirklichkeit werden.“ Das UBA weist etwa darauf hin, dass sich jährlich 18 Tage mit Grenzwertüberschreitung verhindern ließen, wenn nur noch Autos mit grüner Plakette dort fahren dürften. Ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern auf den Hauptstraßen der Innenstädte könnte die Belastung um weitere zehn Überschreitungstage senken.

Auch private Holzöfen belasten die Luft


Neben dem Verkehr sind auch Holzheizungen und Kamine in privaten Haushalten und Kleinbetrieben für die hohe Feinstaubbelastung verantwortlich. Nach Angaben des UBA sind diese Kleinfeuerungsanlagen nach dem Verkehr der zweitgrößte Verursacher von Feinstaub. Auch für sie fordert das Amt einen Grenzwert. Durch den Einbau von Filtern würde viel weniger Feinstaub in die Luft geraten.

Die Umweltzonen in deutschen Innenstädten gibt es seit Oktober 2008. In bereits mehr als 30 Städten dürfen Autos mit zu hohem Feinstaub-Ausstoß dort nicht mehr fahren. Autos, die nicht so umweltbelastend sind, bekommen entweder eine rote, gelbe oder grüne Plakette. Ab 2010 dürfen nur noch Fahrzeuge mit gelber oder grüner Plakette in den Umweltzonen unterwegs sein.


30.06.2009 | Von: Stefanie Grutsch