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Redaktion apotheken.de » Alternative Heilkunde

Heiße Medizin


Husten- und Bronchialtees


Wer kennt sie nicht, die akute Bronchitis. Jedes Jahr leiden Millionen Menschen in Deutschland an der Erkrankung. Zwar verläuft sie in den meisten Fällen harmlos, doch der Husten ist quälend. Durch die vermehrte Schleimbildung fällt Betroffenen auch das Atmen schwer. Bei diesen Beschwerden helfen etliche rezeptfreie Arzneimittel wie Husten- und Bronchialtees aus der Apotheke.

Fenchel fördert den Auswurf

Bei Atemwegsinfekten wie der Bronchitis kommt es meist durch die Entzündung zu einer vermehrten Schleimproduktion. Wenn sich Schleim in den Atemwegen nicht lösen will, helfen Fenchelfrüchte mit ihren ätherischen Ölen. Sie lösen festsitzenden Schleim, fördern den Auswurf und hemmen Bakterien beim Wachstum. So lässt sich leichter ausatmen und die Entzündung breitet sich nicht weiter aus. Menschen die überempfindlich auf Fenchel und Sellerie sind, dürfen ihn nicht verwenden.

Spitzwegerich ist gut für die Schleimhaut

Spitzwegerich ist ein Kraut das von Mai bis September wächst. Seine Inhaltsstoffe wirken gegen Infekte der Luftwege und Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut. Auch bei äußerlichen Entzündungen der Haut wie Insektenstiche oder Neurodermitis lindert er durch seine antibakterielle Wirkung die Beschwerden.

Wichtig bei der Zubereitung eines Tees mit Spitzwegerich ist, dass das Getränk nicht wie viele anderen Tees heiß aufgebrüht wird. Auf eine Selbstzubereitung sollten Patienten verzichten, da das natürliche Antibiotikum, also die antibakterielle Wirkung,  bei der eigenen Herstellung des Tees oft zerstört wird. Die Zubereitung aus der Apotheke ist am sichersten.

Malve stillt den Hustenreiz

Die Wilde Malve ist schon seit der Antike als Heilpflanze bekannt. Verwendet werden die Blätter und Stängel, die einen entzündungshemmenden und reizlindernden Effekt haben. Deshalb ist die Malve vor allem bei Schleimhautreizungen und Entzündungen im Mund und Rachen sowie bei Reizhusten nützlich. Obwohl der Tee sehr mild ist und auch für Kinder empfohlen wird, darf die Malve nicht bei verschleimten Atemwegen eingesetzt werden. Durch ihre Inhaltstoffe kann sie die Verschleimung bei Husten mit Auswurf verstärken.

Auch der Eibisch gehört zu dem Malvengewächsen und wird als Arznei-Eibisch bezeichnet. Vor allem Menschen mit Reizhusten ohne Verschleimung hilft ein Hustentee mit Eibisch. Er wirkt reizlindernd und beruhigend auf die Bronchien. Auszüge aus Eibisch bereitet man kalt zu, weil durch zuviel Hitze sich die Wirkung des Tees verringert.

Eibisch, Sptizwegerich und Malve, können die Wirkung anderer Arzneimittel vermindern. Deshalb ist es ratsam, zwei Stunden Pause zwischen Einnahme des Medikaments und des Tees einzulegen.


15.12.2011 | Von: Judith Kaiser