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Redaktion apotheken.de » News des Tages

Krebs: Brust erhalten statt entfernen


Überlebenschance genauso groß


Frauen, die an Brustkrebs erkranken, befürchten oftmals ihre Brust abgenommen zu bekommen. Das muss jedoch nicht sein. Denn die Überlebenschancen nach einer brust­erhaltenden Therapie sind genauso groß wie nach einer Amputation. Das haben Wissenschaftler der Universität Maryland herausgefunden.

Brustgröße und -form erhalten

Wenn die Diagnose beim Frauenarzt Brustkrebs lautet, bedeutet das heutzutage meist nicht mehr, dass die Brust entfernt werden muss. Anstatt dessen versucht man dem Krebs mit einer brustherhaltende Therapie beizukommen: Das ist eine kleine Operation, die Ärzte meist mit einer Strahlentherapie kombinieren. Die ursprüngliche Brust­größe und -form bleibt dabei weitestgehend erhalten.

Das Positive daran: Betroffene Frauen behalten so ihre Brust und ihr Selbstwertgefühl, ohne auf eine wirksame Therapie verzichten zu müssen. Denn wie das Team um Steven Feigenberg letzte Woche auf dem Brustkrebs-Symposium in Kalifornien berichtete, wirkt eine brust­erhaltenden Therapie genauso gut wie eine Brust­amputation.

Zwei Therapien – gleiche Überlebenschance

Die Wissenschaftler analysierten Daten von 15.000 Frauen mit Brustkrebs im Frühstadium. Diese waren zwischen 20 und 39 Jahre alt – eine Altersgruppe, die oftmals mit aggressiven Tumoren kämpft, welche nicht selten nach ein paar Jahren wiederkommen. Dabei verglichen die Forscher die Überlebenschance nach einer brusterhaltenden Therapie mit derjenigen nach einer Amputation.

Im Vergleich betrug die Überlebensrate nach fünf Jahren bei der brusterhaltenden Therapie 93 Prozent und 92 Prozent bei der Brustamputation. Nach 15 Jahren lagen die Zahlen bei 77 beziehungsweise 79 Prozent. Erkrankte Frauen haben also bei beiden Therapieformen die gleiche Chance zu überleben. Gemessen an dem zusätzlichen positiven psychischen Effekt wäre die brusterhaltende Variante damit die Methode der Wahl.


15.09.2011 | Von: Andrea Bronberger