Notdienstapotheken
Serviceapotheken
Apotheken
Ärztliche Bereitschaft
Giftnotruf

Gesund leben | Vorsorge

Eltern und Kind

Gesundheit und Politik

Krankheiten | Therapie

Premium Gesundheitsinfos

Archiv

«
Mai - 2012
»
SMDMDFS
 01
02
03
04
05
06
07
08
09
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
2728
29
30
 

Diagnosefinder

diagnosefinder
Medizinlexikon
A B C D E F G H I J K L M
N O P Q R S T U V W X Y Z
Twitter
 
Redaktion apotheken.de » Haut, Haare und Nägel

Neurodermitis-Gene entdeckt


Schuppige Haut ist erblich


Die Haut juckt, schuppt und ist gerötet: Neurodermitis. Millionen Menschen – vor allem Kinder – leiden unter dieser Hauterkrankung. Nun ergab eine Studie, dass drei bestimmte Gene das Risiko für Neurodermitis deutlich erhöhen.

Chronisches Jucken

Neurodermitis ist eine chronische Hautentzündung, die schubartig auftritt. Die Haut der Betroffenen juckt stark und ist vor allem an den Gelenkbeugen, im Gesicht und am Hals mit rot-braunen Knötchen und Schuppen überzogen. Bei Säuglingen und Kleinkindern haben die Hautstellen zudem Bläschen und nässen. 

Die Krankheit tritt bei den meisten Menschen im dritten bis sechsten Lebensmonat auf und klingt im Erwachsenenalter ab. Betroffene neigen allerdings ihr ganzes Leben lang zu trockener Haut und zu allergischen Erkrankungen, wie Asthma und Heuschnupfen.

Drei Risikogene

Neben Umweltfaktoren, zum Beispiel die Nahrung, das Wetter oder Stress, spielen die Erbanlagen eine große Rolle. Drei dieser „Neurodermitis-Gene“ haben Forscher des Helmholtz-Zentrums München identifiziert. Sie verglichen die Gene von 10.000 Neurodermitis-Erkrankten mit denen von 40.000 gesunden Menschen. Zwei der Neurodermitis-Gene tragen dazu bei, die natürliche Hautbarriere aufrecht zu erhalten. Das dritte Gen begünstigt die so genannten atopischen Krankheiten: Asthma, Allergien und Neurodermitis.

„Unsere Ergebnisse ermöglichen es, die genetischen Ursachen von Neurodermitis besser zu verstehen“, resümiert Joachim Heinrich, Leiter des Forschungsprojektes. Mit Hilfe dieser Erkenntnisse wollen die Wissenschaftler neue Therapiemöglichkeiten entwickeln.


28.12.2011 | Von: Julia Heiserholt