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Grippeschutz für Kinder


Robert-Koch-Institut empfiehlt Impfung gegen Influenza


Kinder, die sich mit dem Influenzavirus infizieren, erkranken schwerer an Grippe als in den Jahren zuvor. Gefährdet sind vor allem Kinder mit einer chronischen Grunderkrankung. Sie sollten deshalb auch gegen Influenza geimpft sein.

In manchen Fällen tödlich

Ein Forscherteam des Robert-Koch-Instituts untersuchte den Verlauf von Grippeerkrankungen bei Kindern unter 15 Jahren. Dafür befragten sie von August 2009 bis April 2010 monatlich 380 Kinderkliniken. Im Ergebnis infizierten sich 93 Kinder und Jugendliche mit dem Influenzavirus H1N1 und erkrankten schwer. 15 der Patienten starben daran. Drei Viertel der erkrankten Kinder litt an einer chronischen Grunderkrankung wie neurologische Entwicklungsstörungen, Atemwegserkrankungen, Immunschäden und Herzleiden. Neben 84 Kindern, die wegen Grippe ins Krankenhaus kamen, infizierten sich 8 erst im Krankenhaus mit dem Influenzavirus. Vermutlich haben sie sich beim Medizinpersonal angesteckt.  

Impfung hält Viren in Schach

Der sicherste Schutz vor eine Influenzainfektion ist die Impfung. Obwohl die Grippesaison bereits begonnen hat, lohnt es sich noch, Kinder impfen zu lassen – auch wenn sie keine chronischen Leiden haben. Ebenso empfehlen Impfexperten chronisch Kranken aller Altersgruppen, Menschen über 60, Schwangeren sowie Medizinpersonal die Grippeschutzimpfung. Das bannt nicht nur die Gefahr einer tödlich verlaufenden Infektion, sondern verringert auch das Risiko, das Virus auf andere Menschen zu übertragen. Stecken sich nichtgeimpfte, gesunde Menschen mit dem Influenzavirus an, droht ihnen meist keine schwere Erkrankung. Sie sollten sich aber rechtzeitig vom Arzt behandeln lassen. Oder schon im Vorfeld über eine Impfung nachdenken.


27.01.2011 | Von: Dr. nat. med. Anke Kopacek