Notdienstapotheken
Serviceapotheken
Apotheken
Ärztliche Bereitschaft
Giftnotruf

Gesund leben | Vorsorge

Eltern und Kind

Gesundheit und Politik

Krankheiten | Therapie

Premium Gesundheitsinfos

Archiv

«
Mai - 2012
»
SMDMDFS
 01
02
03
04
05
06
07
08
09
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
2728
29
30
 

Diagnosefinder

diagnosefinder
Medizinlexikon
A B C D E F G H I J K L M
N O P Q R S T U V W X Y Z
Twitter
 
Redaktion apotheken.de » Eltern und Kind » Schwangerschaft

Schwangerschaft: Vorsicht bei Masern


Fehlender Impfschutz erhöht Risiko für Komplikationen


In Europa gehen die Masern um. Auch Bayern meldete bereits mehr Erkrankungsfälle als üblich. Vor allem schwangere Frauen ohne Impfschutz sollten sich vor den Masern in Acht nehmen: Ihnen drohen schwere Komplikationen. Darauf verweisen Experten des Berufsverbands der Frauenärzte.

Von Lungenentzündung bis Fehlgeburt

„Erkenntnisse aus einigen Studien zu Masernausbrüchen deuten darauf hin, dass Schwangere, die sich infizieren, ein etwa dreifach erhöhtes Risiko haben, eine Lungenentzündung zu entwickeln“, erklärt Klaus Friese, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe. Ebenso bestehe die Gefahr von vorzeitigen Wehen sowie Früh- und Fehlgeburten. Vermutlich, weil die Masernerkrankung die Plazenta beeinträchtigt.

Infizieren sich Schwangere in den letzten drei Monaten der Schwangerschaft mit dem Masernvirus, können auch Neugeborene Erkrankungssymptome zeigen. Besonders gefährlich wird es jedoch, wenn sich Säuglinge im ersten Lebensjahr – also in einer Zeit, in der Ärzte noch keine Impfung vornehmen dürfen – mit Masern anstecken. Dann laufen sie Gefahr, eine chronische Masern-Gehirn­entzündung zu entwickeln, Mediziner sprechen auch von subakuter sklerotisierender Panenzephalitis (SSPE). Um das zu verhindern, sollten alle Personen, die Kontakt zu Säuglingen haben, gegen Masern geimpft sein.

Schutz für Mutter und Kind

Da Ärzte bei der Masernimpfung einen Lebendimpfstoff spritzen, dürfen sie diese auch während der Schwangerschaft nicht vornehmen. Daher empfiehlt es sich, rechtzeitig Vorsorgemaßnahmen zu ergreifen. „Frauen die sich Kinder wünschen, sollten mindestens drei Monate vor einer geplanten Schwangerschaft den Impfstatus überprüfen lassen“, rät Friebe. So können Impfungen, wenn nötig, aufgefrischt oder nachgeholt werden. „In diesem Fall sind dann auch die Säuglinge bis zu einem Alter von etwa sechs Monaten zu einem gewissen Grad durch die Antikörper der Mutter geschützt“, sagt Friebe. Das heißt, die Babys genießen Nestschutz


10.05.2011 | Von: Dr. nat. med. Anke Kopacek