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Redaktion apotheken.de » Männerkrankheiten

Flott gegen Prostatakrebs anlaufen


Patienten profitieren von wöchentlichem Fußmarsch


Bewegung beugt nicht nur Prostatakrebs vor. Auch erkrankte Männer profitieren, wenn sie regelmäßig durch den Park laufen – vorausgesetzt sie gehen im zügigen Tempo. Das berichten Forscher der Universität Kalifornien in San Francisco im Fachmagazin „Cancer Research“.

Laufen zur Vor- und Nachsorge

Etwa jeder zehnte Mann erkrankt im Laufe seines Lebens an Prostatakrebs. Erkennen Ärzte den Krebs in einem frühen Stadium, haben sie in der Regel sehr gute Chancen, geheilt zu werden. Dass sportlich aktive Männer ein geringeres Risiko haben an Prostatakrebs zu erkranken, wissen die Forscher schon länger. Nun untersuchten sie erstmals, ob auch Patienten davon profitieren.

Das Tempo ist entscheidend

An der Studie nahmen insgesamt 1.455 Männer teil, bei denen Ärzte etwas mehr als zwei Jahre zuvor Prostatakrebs diagnostiziert hatten. Zum Zeitpunkt der Diagnose hatte bei keinem von ihnen der Krebs gestreut. In einem Fragebogen gaben die Männer an, wie körperlich aktiv sie sind. Diese Daten verglichen die Forscher dann mit der aktuellen Gesundheit der Männer. So ermittelten die Forscher, in welchem Maße der Prostatakrebs bei den Teilnehmern voranschritt – ob also etwa Metastasen auftraten oder Nachbehandlungen erfolgten.

Das Ergebnis: Diejenigen, die sportlich aktiv waren, kämpften mit deutlich weniger Beschwerden als die wenig aktiven. Wie sich zeigte, legten die sportlichen Patienten dreimal die Woche einen flotten Fußmarsch zurück. Dadurch reduzierte sich das Risiko, dass ihre Erkrankung voranschritt, um fast 60 Prozent. Wichtig dabei war nicht das Laufen an sich, sondern das erhöhte Tempo. Nur das flotte Laufen erzielte einen Effekt. Offenbar lohnt es sich für bisher gemütlich laufende Patienten, wenn sie beim nächsten Spaziergang einfach einen Schritt zulegen.


25.05.2011 | Von: Dr. nat. med. Anke Kopacek