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Hitzschlag bei Hunden

Wenn das Auto zur Hitzefalle wird

Jedes Jahr wieder müssen Hunde von der Polizei aus Autos befreit werden. Denn wer die Vierbeiner bei hochsommerlichen Temperaturen im Wagen zurücklässt, setzt ihr Leben aufs Spiel.

Gilt es nur schnell ein paar Erledigungen zu machen, bleibt das Haustier der Einfachheit halber oft im Wagen. Doch schon zehn Minuten im aufgeheizten Auto können für Hunde lebensgefährlich werden, informiert Dr. Uwe Tiedemann, Präsident der Bundestierärztekammer: „Bei einer Außentemperatur von 29 Grad herrschen im Wageninneren bereits 40 Grad.  In der prallen Sonne wird das Auto also schnell zu einem Backofen mit bis zu 70 Grad – ein offenes Wagenfenster nützt da überhaupt nichts.“ Da die Sonne wandert, ist auch ein Parkplatz im vermeintlichen Schatten keine Lösung.

Hunde schwitzen nicht wie Menschen

Hunde leiden unter den hohen Temperaturen deutlich mehr als ihre Besitzer und erleiden schnell einen Hitzschlag. „Man muss sich immer wieder klarmachen, dass Hunde – außer an den Pfotenballen – nicht wie wir Menschen über die Haut schwitzen“, erklärt Tiedemann. „Sie können ihre Körpertemperatur nur senken, indem sie durch das Hecheln Verdunstungskälte erzeugen. Diese wird allerdings nur auf der kleinen Zungenfläche wirksam und kann den Organismus bei extremen Außentemperaturen nicht vor Überhitzung schützen.“

Hohes Risiko bei kurznasigen Rassen

Besonders gefährdet sind kurznasige (brachycephale) Rassen wie Möpse, Bulldoggen oder Pekinesen: Aufgrund ihrer engen Nasenöffnungen leiden sie oft schon bei normalen Temperaturen unter Atemnot und riskieren im Hochsommer auch außerhalb des Autos einen Hitzekollaps. Sie sollten daher nur in den kühleren Morgen- und Abendstunden ausgeführt werden.

Bei Hitzschlag abkühlen und Tierarzt aufsuchen

Kommt es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zum Hitzschlag beim Tier, sollte es unverzüglich abgekühlt (am besten mit einer feuchten Decke) und mit Wasser versorgt werden. Auch wenn der Hund sich bereits wieder erholt zu haben scheint, ist unbedingt ein Tierarzt aufzusuchen. Anzeichen, bei denen das Herrchen so schnell wie möglich reagieren sollte, sind verstärktes Hecheln, Durchfall, Apathie, Taumeln oder Krämpfe.

Quelle: Bundestierärztekammer


30.06.2017 | Von: Leonard Olberts; Bildrechte: NiP photography/Shutterstock


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