Gesund leben | Vorsorge
Eltern und Kind
Gesundheit und Politik
Krankheiten | Therapie
Premium Gesundheitsinfos
Archiv
« |
Mai - 2012 | » |
||||
| S | M | D | M | D | F | S |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01 | 02 | 03 | 04 | 05 | ||
| 06 | 07 | 08 | 09 | 10 | 11 | 12 |
| 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 |
| 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 |
| 27 | 28 | 29 | 30 | 31 | ||
Diagnosefinder
Schmerz neu interpretieren
Achtsamkeitsmeditation hilft
Schon seit Jahren hilft Achtsamkeitsmeditation in der Behandlung von chronischen Schmerzen. Leidende empfinden im Zustand der Achtsamkeit die Schmerzen weniger stark. Was dabei im Gehirn passiert, fand ein internationales Team aus Wissenschaftlern nun heraus.
Den Schmerzen aufmerksam begegnen
In der Achtsamkeitsmeditation stellt man gezielt eine bestimmte innere Haltung her. Man richtet seine Aufmerksamkeit auf eine Sinnesempfindung – zum Beispiel Schmerz – und begegnet dieser mit Neugierde und Akzeptanz. Der Meditierende versucht dabei den Schmerz nicht als unangenehm zu bewerten, sondern ihn neutral und wachsam zu beobachten.
Für die Studie untersuchten die Forscher die Hirnaktivität von 34 gesunden Probanden mit Hilfe eines Kernspintomografen. Die Hälfte der Versuchsteilnehmer hatten bereits Achtsamkeitsmeditation praktiziert. Sie bekamen am rechten Unterarm ungefährliche elektrische Schocks. Die Stärke der Reize hatten die Probanden vorher so eingestellt, dass die Elektroschocks für sie leicht schmerzhaft waren. Dann bekamen sie die Anweisung, auf die Schmerzreize mit einer bestimmten inneren Haltung zu reagieren: einmal mit Achtsamkeit und einmal alltagsüblich ohne Achtsamkeit. Danach sollten sie die Schmerzintensität und ihre Angst vor den Schmerzen einschätzen.
Andere Hirnaktivierung
Die Untersuchung zeigte, dass die erfahrenen Meditierenden die Schmerzen als weniger schlimm empfanden und auch nicht so große Angst vor den Elektroschocks hatten.
Die Erklärung: Bei den Achtsamkeitsmeditierenden waren die seitlich vorne liegenden Hirnareale weniger aktiv, wie die Kernspin-Aufnahmen zeigten. In diesen findet die Bewertung von Schmerz statt. Dagegen nahm die Aktivität der Hirnbereiche zu, die für die sensorische Verarbeitung der Schmerzreize zuständig sind. Die Schmerzen waren also bei allen Teilnehmern gleich stark, nur die Wahrnehmung unterschied sich. Die subjektive Schmerzempfindung ist somit kontrollierbar. Wer an leidet, kann mit Hilfe der Achtsamkeitsmeditation die Belastung aktiv senken und sein Wohlbefinden steigern.



zurück