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Redaktion apotheken.de » Zähne und Kiefer

Kampf gegen Mundgeruch


Wie man üblen Atem in frischen verwandelt


Ihr Bürokollege rümpft ständig die Nase oder wendet sein Gesicht ab, wenn Sie mit ihm reden? Dann riechen Sie womöglich übel aus dem Mund. Ganz beseitigen lässt sich krankhafter Mundgeruch nicht, deutlich eindämmen schon. Mit Zungenschaber und Co. bewirken Sie einiges.

Krankheiten schlagen sich im Atem nieder

Echter Mundgeruch hat nichts mit dem knoblauch­geschwängerten Atem zu tun, den man nach einem italienischen Abendessen verströmt. Wer dauerhaft üblen Geruch ausatmet, kämpft meist mit gesundheitlichen Problemen: Bei manchen siedeln zu viele Bakterien auf der Zunge, andere leiden an Parodontitis oder Mandel­entzündung und wiederum andere haben Diabetes oder Magen-Darm-Beschwerden.

Was den Atem so unangenehm nach Fäulnis oder Aas riechen lässt: Schwefelverbindungen – Giftstoffe, die sich im Körper bilden und über den Mund entweichen. Betroffene selbst nehmen das nicht wahr. Bei Verdacht muss der Arzt weiterhelfen. Dieser bestimmt mit einem speziellen Gerät, dem Halimeter, ob man an Mundgeruch leidet.

Mundhygiene: richtig gepflegt, ist halb gewonnen

Rührt der Mundgeruch von Parodontitis, erkennt der Zahnarzt das an einem süßlich-fauligem Atem. Mit einer professionellen Zahnreinigung behebt er das Problem. Auch Karies sollten Sie behandeln lassen. Denn in Zahnlöchern wimmelt es von Bakterien. Beseitigt der Zahnarzt diese Herde, bleibt auch die Mundflora intakt.

Gegen Belege auf der Zunge kommen Sie mit dem Zungenschaber an. Wer seine Zunge damit täglich 10 bis 15 Sekunden reinigt, hält die Bakterien in Schach. Zähneputzen gehört natürlich in das Hygiene-Repertoire. Auch hilft es, wenn Sie Zahnseide und Interdentalbürsten verwenden. Je weniger Essensreste sich ansammeln, umso besser.

Dauerhaft Pfefferminzbonbons lutschen, Kaugummis kauen oder den Mund mit Wässern spülen, bringt hingegen nichts. Solche Maßnahmen übertünchen lediglich die üblen Gerüche und wirken nur für kurze Zeit.


29.08.2011 | Von: Dr. nat. med. Anke Kopacek