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Glückliches Herz


Positiv Denken für die Herzgesundheit


„Don’t worry, be happy“ lautet der Rat US-amerikanischer Wissenschaftler angesichts der Ergebnisse ihrer zehnjährigen Studie zur Herzgesundheit. Denn ein positives Lebensgefühl verringert nachweislich das Risiko von Gefäßerkrankungen und Herzinfarkt.

Glücklichkeitsskala von eins bis fünf


Gute Laune gibt es leider nicht auf Rezept, obwohl das für Herzpatienten offenbar eine nützliche Medizin wäre. Karina Davidson von der Columbia University in New York hat in einer Langzeitstudie über 1.700 Erwachsene beobachtet. Dabei zeigte sich, dass glückliche Menschen seltener Herz-Kreislauf-Erkrankungen bekommen.

Zu Beginn der zehnjährigen Studie ermittelten Davidson und ihr Team das Risiko jedes Teilnehmers für eine Herzkrankheit. Dann befragten sie alle nach ihrer Lebenseinstellung, nach Depressionen, Ängsten, Freude und Zufriedenheit. Aufgrund der Befragung wurden die Studienteilnehmer in einer Skala von eins bis fünf eingeordnet – von „keine positive Lebenseinstellung“ bis „extrem positive Lebenseinstellung“.

Mehr Freude ins Leben lassen


Am Ende der zehn Jahre zeigte die Datenanalyse den Gesundheitseffekt des positiven Denkens: die optimistischen Studienteilnehmer hatten zu 22 Prozent seltener eine Herzkrankheit. Daran konnten auch kurzfristige depressive Verstimmungen nichts ändern – die Grundeinstellung zählt.

Warum das so ist, weiß Davidson allerdings nicht genau. Die Vermutung ist, dass Stress und Belastung dem Gefäßsystem schaden, etwa durch Adrenalin und andere Hormone, die dabei ausgeschüttet werden. Optimisten sind solchen Belastungen seltener ausgesetzt und verarbeiten auch negative Erlebnisse schneller und leichter. Davidson rät deshalb allen, mehr Freude in ihr Leben zu lassen. Es sei nicht schwer, jeden Tag 15 Minuten für etwas zu reservieren, was man wirklich gerne tut – egal ob Musik hören, Spazieren gehen, oder mit Freunden plaudern.


18.02.2010 | Von: Stefanie Grutsch; Bild: Anne Carle/Fotolia

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