Gesund leben | Vorsorge
Eltern und Kind
Gesundheit und Politik
Krankheiten | Therapie
Premium Gesundheitsinfos
Archiv
« |
Februar - 2012 | » |
||||
| S | M | D | M | D | F | S |
|---|---|---|---|---|---|---|
01 | 02 | 03 | 04 | |||
| 05 | 06 | 07 | 08 | 09 | 10 | 11 |
| 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 |
| 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 |
| 26 | 27 | 28 | 29 | |||
Diagnosefinder
Vitamin D aktiviert Immunsystem
Killerzellen brauchen Vitamin D
Dänische Wissenschaftler haben entdeckt, dass ohne Vitamin D die körpereigenen Abwehrkräfte nicht funktionieren. Fehlt das Vitamin, kommen bestimmte Killerzellen des Immunsystems, die T-Zellen, nicht in Gang. Bislang war Vitamin D nur für seine Rolle im Kalziumstoffwechsel bekannt.
„Antenne“ sucht noch Vitamin D
Bevor T-Zellen Krankheitserreger wie Viren oder bösartige Krebszellen vernichten können, müssen sie aktiviert werden. Nur so verwandeln sie sich von inaktiven, harmlosen Immunzellen in Killerzellen, die Erreger finden und zerstören können. Die Forscher der Universität Kopenhagen fanden heraus, dass für diese Aktivierung Vitamin D nötig ist. Ohne das Vitamin wären die T-Zellen „blind“ gegenüber Angreifern.
„Wenn eine T-Zelle auf einen Krankheitserreger trifft, kommt es sofort zu einer chemischen Reaktion. Sie fährt eine Art Antenne, einen Vitamin-D-Rezeptor, aus, der nach dem Vitamin sucht“, erklärt Carsten Geisler, der Leiter des dänischen Forscherteams, seine Entdeckung. „Wenn die Zelle nicht genug Vitamin D im Blut findet, wird sie nicht aktiv und die Abwehr der Krankheitserreger misslingt.“
Wissenschaftlicher Durchbruch
Geisler bewertet diese Erkenntnis als wissenschaftlichen Durchbruch. Sie werde nicht nur in der Bekämpfung von Krankheiten eine Rolle spielen, sondern auch helfen Abstoßungsreaktionen bei der Organtransplantation zu verhindern. „Auch für die Entwicklung neuer Impfstoffe wird das Wissen über die Rolle von Vitamin D im Immunsystem künftig von großem Nutzen sein“, hofft Geisler.
Vitamin D wird nur zu einem geringen Teil über die Nahrung aufgenommen. Es ist in Fischöl, fettigem Meeresfisch wie Hering und Eidotter enthalten. Den größten Teil bildet der Körper jedoch selbst, wenn Sonnenlicht auf die Haut trifft.
- Links:
- Die dänische Studie erschien im Fachmagazin Nature Immunology (Englisch).



zurück