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Redaktion apotheken.de » Eltern und Kind » Vorsorge für Kinder
Wenn Kinder das belastete Spielzeug in den Mund stecken, lösen sich gefährliche Schadstoffe.
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Bedenkliches Spielzeug


Plastikspielzeug enthält schädliche Weichmacher


Kinderspielzeug aus weichem Plastik ist immer noch häufig mit giftigen Weichmachern belastet. Die Sachverständigenorganisation DEKRA fand in den meisten Produkten eine Weichmacherkonzentration, die nur knapp unter dem europäischen Grenzwert liegt. Dieser gilt unter deutschen Experten ohnehin als viel zu hoch (apotheken.de berichtete). Vier von 30 Produkten lagen sogar darüber: In einem fanden die Tester eine 300-fach zu hohe Konzentration.

Unbedenkliche Alternativen zu teuer


Vor allem Hersteller von Billigprodukten schöpfen den rechtlichen Grenzwert von 0,1 Gewichtsprozent meist voll aus. Die problematischen Weichmacher wie Bisphenol A gelten als gefährlich für die Fruchtbarkeit und stehen schon lange in der Kritik (apotheken.de berichtete). Experten befürchten, dass sich die Stoffe bei Hautkontakt, oder wenn kleine Kinder das Spielzeug in den Mund stecken, lösen und so in den Körper gelangen. Zwar gibt es bereits unbedenkliche Alternativen, doch Produkte, die damit hergestellt wurden, sind um ein Vielfaches teurer als die Billigware.

Auch deutsche Produkte betroffen


Erhöhte Konzentrationen fanden sich nicht nur in Produkten aus Fernost, sondern auch bei deutschen Spielwaren. Die Hälfte der untersuchten Produkte wird in Deutschland oder einem Nachbarland hergestellt, acht sind mit „Made in China“ gekennzeichnet und bei sieben Produkten ist die Herkunft nicht zu bestimmen.

Zwei Drittel der von der DEKRA geprüften Spielwaren enthalten außerdem Schadstoffe, die voraussichtlich ab Herbst 2010 eine Zulassung nach der europäischen Chemikalienverordnung REACH benötigen. Die DEKRA geht davon aus, dass für die meisten Weichmacher wie die Phthalate DEHP, DBP oder BBP keine entsprechende Zulassung erteilt wird. Damit dürften die Stoffe gar nicht mehr verwendet werden.


03.02.2010 | Von: Stefanie Grutsch; Bild: Jacques Ribieff/Fotolia