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Redaktion apotheken.de » News des Tages

Auch Patienten mit Arthrose am Kniegelenk können von einer Bewegungstherapie profitieren.

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Therapie bei Gelenkschmerzen


Bewegungsübungen helfen


Gelenkerkrankungen wie Arthrose oder Gicht verursachen bei Patienten große Schmerzen. Experten der Europäischen Schmerzgesellschaft informieren über Gelenkschmerzen und fordern verbesserte Therapieangebote.

Arthrosen verursachen 20 Prozent der chronischen Schmerzen weltweit. Bei der Gelenkerkrankgung führen langjährige Überbelastungen der Gelenke zum Abbau der Knorbelsubstanz, vor allem am Knie-, Hüft- und an Schultergelenken. Im Verlauf greift die Erkrankung auf Knochen, Muskeln und Kapseln über. Die Folge sind Schmerzen und Funktionseinschränkungen, die oft zu Behinderungen und Einschränkungen im Alltag der Betroffenen führen. Auch entzündlich-rheumatischer Erkrankungen und Harnsäure-Kristallablagerungen, der sogenannten Gicht können chronische Schmerzen verursachen.

Gelenkschmerzen können zu Behinderungen führen

„Gelenkschmerzen gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden überhaupt und sind ein führender Grund für Behinderung“, betont Dr. Chris Wells, Präsident der Europäischen Schmerz-Gesellschaft (European Pain Federation, EFIC). „Ein bewegungsarmer Lebensstil, immer weiter verbreitete Adipositas und die gestiegene Lebenserwartung werden Gelenkschmerzen in Zukunft zu einem noch dringlicheren Problem machen.“

Medikamente lindern Schmerzen

Zur Behandlung von Veränderungen an den Knochen dienen Medikamente mit bestimmten Wirkstoffen. Die Knochenveränderungen bei Arthrose beispielsweise können nicht behandelt werden. Analgetika oder anti-entzündliche Medikamente wie nicht-steroidale Entzündungshemmer sollen die Schmerzen lindern und Entzündungen eindämmen.

Gewichtsreduktionsprogramm als wichtiger Therapieansatz

Für Betroffene mit starkem Übergewicht eignet sich vor allem ein Gewichtsreduktionsprogramm. Darüber hinaus profitieren viele Patienten von verschiedenen Bewegungsübungen wie Gymnastik, Wassergymnastik und Krafttraining. Auch Wärme- und Kälteanwendungen sowie Elektrotherapien sind wichtige nichtmedikamentöse Behandlungen. Zusätzlich klären spezielle Schulungen die Betroffenen über das Krankheitsbild, die Behandlungsmöglichkeiten und über den Umgang mit der Krankheit im Alltag auf.

Verbesserungen der Therapieangebote als Ziel

Die Experten erhoffen sich, dass dank der jüngsten Erkenntnissen der Wissenschaft die Therapieangebote optimiert werden. „Die Versorgung muss deutlich verbessert werden. Betroffene müssen schneller eine adäquate, sichere Behandlung bekommen, die nicht nur die Schmerzen bekämpft, sondern auch die Gelenke funktionstüchtig erhält. Wir möchten zeigen, was dazu nötig ist, und ein Bewusstsein dafür schaffen, wie sehr er sich lohnt, in die Behandlung von Gelenkschmerzen zu investieren“, erklärt Dr. Chris Wells.

Quelle: European Pain Federation


11.04.2016 | Von: Redaktion apotheken.de; Julia Schmidt/IRheumatologen im Netz; Bildrechte: JPC-PROD/Shutterstock


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