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Antihistaminika (Mittel bei Allergien)



Viele Beschwerden bei Allergien werden durch den Botenstoff Histamin vermittelt. Antihistaminika besetzen die gleichen „Andockstellen“ (Rezeptoren) an der Zelle wie Histamin, sodass der Botenstoff „seinen Platz“ besetzt findet und seine Wirkung nicht mehr entfalten kann.

Der Einsatz von Antihistaminika kann auch bei nicht-allergischem Juckreiz helfen.

Nebenwirkungen treten vor allem dann auf, wenn Antihistaminika geschluckt, gespritzt oder als Zäpfchen gegeben werden. Hauptnebenwirkungen insbesondere der älteren Antihistaminika wie etwa Clemastin (z. B. Tavegil®) oder Dimetinden (z. B. Fenistil®) sind Müdigkeit und Schwindel. Für neuere Antihistaminika wie etwa Cetirizin (z. B. Zyrtec®) oder Loratadin (z. B. Lisino®) gilt dies nicht mehr in dem Ausmaß, weshalb sie heute bevorzugt werden. Auch hier sollte man sich aber nur ans Steuer setzen, wenn man das Medikament schon kennt und weiß, dass man trotzdem fahrtüchtig ist. Außerdem sollte kein Alkohol getrunken werden, da sich beide in ihrer Wirkung auf das Gehirn und damit das Reaktionsvermögen unkalkulierbar verstärken können. Alle genannten Präparate sind in Apotheken frei erhältlich. Die Dosierungen von Cetirizin und Loratadin liegen für Erwachsene bei einmal täglich 10 mg, vorzugsweise abends (bei Kindern Dosis entsprechend dem Beipackzettel vermindern). In der Schwangerschaft sollten Sie keines dieser Medikamente (eigenmächtig) einnehmen.

Antihistaminika gibt es außerdem als Salben, Augen- und Nasentropfen sowie als Nasenspray. Da diese Medikamente nur örtlich begrenzt wirken, sind Nebenwirkungen kaum zu erwarten.


| zuletzt geändert am 05.11.2018 um 10:32


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