powered by apotheken.de Impressum  |  Datenschutzerklärung  |  Nutzungsbedingungen
gesundheit-heute.de » Krankheiten | Therapie » Hintergrundwissen-Krankheit

Wenn der Schmerz seine Funktion verliert



Ob Schmerzen akut (z. B. Kopfschmerzen) oder chronisch sind (z. B. Rheuma- oder Tumorschmerzen), sie sind immer unangenehm und nur schwer zu ertragen. Doch der Schmerz hat vor allem in der akuten Form eine besondere Funktion: Er soll unseren Körper vor folgenschweren Verletzungen schützen. So ziehen wir z. B. die Hand von der heißen Herdplatte, damit sie nicht verschmort. Oder einen Splitter im Fuß nehmen wir erst durch den Schmerz wahr, sodass wir ihn entfernen, um damit eine mögliche Infektion zu verhindern.

Bei chronischen Schmerzen ist dieses System aus dem Gleichgewicht geraten. Der Schmerz hat seine eigentliche Warn- und Schutzfunktion verloren und sich als Krankheit im Körper verselbstständigt. Und nicht nur das: Die Schmerzen werden vom Patienten mit der Zeit immer intensiver wahrgenommen. Denn im Verlauf einer Schmerzerkrankung werden bestimmte Mechanismen im Körper aktiviert, die uns empfindlicher reagieren lassen.

Entgegen der früheren Auffassung tritt also keinerlei Gewöhnungseffekt ein, sondern vielmehr eine zunehmende Schmerzempfindlichkeit. Experten sprechen in dem Zusammenhang vom Schmerzgedächtnis. Die moderne Medizin empfiehlt, diesen Kreislauf rechtzeitig zu unterbrechen, und den Schmerz möglichst früh zu bekämpfen. Alte Regeln wie „Beiß die Zähne zusammen“ oder „Schmerzen muss man erdulden“ sind heute längst überholt. Nur durch eine frühzeitige Therapie können Schmerzen dauerhaft vermindert oder sogar verhindert werden.

Zu den Erfolgsfaktoren einer wirkungsvollen Schmerztherapie zählt neben der medikamentösen Therapie vor allem auch ein Bewegungsprogramm, das an die Belastungsfähigkeit des einzelnen Patienten angepasst ist. Schmerzspezialisten sind sich einig: Bewegung kann nicht nur helfen, vom Schmerzempfinden abzulenken. Es ist darüber hinaus wissenschaftlich nachgewiesen, dass Bewegung zur Ausschüttung von körpereigenen Endorphinen führt. Sie wirken schmerzmindernd, beruhigend und angstlösend. Sie sind die „Glückshormone des Körpers“, weshalb die Schmerzen weniger intensiv wahrgenommen werden.


Von: gesundheit-heute.de; Dr. med. Dorit Maoz, Dr. med. Arne Schäffler | zuletzt geändert am 30.03.2016 um 17:44


Pollenflug

Vorhersage für Tiefland Sachsen
Mittelgebirge Sachsen

Pollen Sa So
Hasel 0-1 0-1
Erle 0-1 0-1
Birke 0-1 0-1
Gräser 2 2
Roggen 0-1 0-1
Beifuß 1 1
Ambrosia 0-1 0-1

Wir sind für Sie da

Öffnungszeiten

    Mo - Fr
    08:00 bis 18:00
    Sa
    08:00 bis 12:00

notdienste

News

Was tun bei Reisedurchfall?

Etwa jeden dritten Fernreisenden erwischt es früher oder später: Reisedurchfall. Was Sie über die... mehr

Unfruchtbar durch Luftverschmutzung

Schlechte Nachrichten für Frauen, die erst Karriere machen und dann Kinder bekommen wollen. Wenn sie in... mehr

Staub als Asthma-Schutz

Kinder mit Kontakt zu Tieren entwickeln seltener Allergien und Asthma – das ist bekannt. Um von diesem... mehr

Mit Haustier in den Urlaub reisen

Das Reisen innerhalb der EU gestaltet sich mittlerweile weitgehend problemlos. So einige Hürden gibt es... mehr

Wechseljahresbeschwerden lindern

Hitzewallungen, trockene Schleimhäute, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen – das ist nur eine... mehr

ApothekenApp

Die Augustenhof-Apotheke auf Ihrem iPhone, iPad, iPod oder Android-Smartphone:

Available on App Store
Android app on Google Play
ApothekenApp gratis installieren und PLZ "08645" und "Augustenhof-Apotheke" eingeben. Mit Reservierungsfunktion, täglichen Gesundheitsmeldungen, Notdienstapotheken-Suche und vielem mehr. Die ApothekenApp der Augustenhof-Apotheke – die Apotheke für unterwegs.