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Redaktion apotheken.de » News des Tages

Oft gehen Stürze auf den Kopf bei Kindern glimpflich aus.

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Schädel-Hirn-Trauma bei Kindern


Bei Zweifeln Notarzt rufen


Die Gefahr für ein Schädel-Hirn-Trauma besteht für Babys und Kleinkinder vor allem zu Hause oder im Freien beim Spielen. Woran Eltern ein Schädel-Hirn-Trauma erkennen und wann sie einen Notarzt rufen sollten.

Das Stürzen auf den Kopf oder das Anstoßen des Schädels geht für Kinder oft glimpflich aus. Erleiden Betroffene keine größeren Kopfverletzungen und weisen nur eine Erinnerungslücke von höchstens 15 Minuten seit dem Unfall auf, deutet dies auf eine Gehirnerschütterung hin. Die Beschwerden dieser leichtesten Form des Schädel-Hirn-Traumas beschränken sich auf Übelkeit, Benommenheit und leichte Kopfschmerzen.

Kind 48 Stunden beobachten

„Für die Eltern ist es meist nicht einfach, die Schwere der Verletzung richtig einzuschätzen“, erklärt Dr. Ursula Marschall, Medizinerin bei der Barmer GEK. „Auch vermeintlich leichte Verletzungen können im Inneren eine Blutung auslösen. Diese kann sich auch erst Stunden bis Tage nach dem Unfall durch Erbrechen, Krampfanfälle, starke Lust- und Appetitlosigkeit oder auch erhebliche Schläfrigkeit bemerkbar machen. Die richtige Reaktion auf den Sturz ist daher besonders wichtig.“ Eltern sollten ihr Kind in den nächsten 48 Stunden sorgfältig beobachten. Fällt es durch ungewöhnliche Verhaltensweisen auf, erbricht es sich mehrmals oder kommt es zu Sehstörungen, sollten Eltern einen Notarzt rufen.

Notarzt rufen bei schweren Verletzungen

Größere, äußerlich sichtbare Verletzungen zeigen Eltern eindeutig an, dass sie ein Notarzt rufen müssen. Eine längere Bewusstlosigkeit von mehr als eine Viertelstunde und Ausfälle wie Lähmungen oder Sehstörungen sind ebenfalls Alarmzeichen für ein Schädel-Hirn-Trauma. Bei Babys hingegen ist eine Einschätzung oft schwieriger – weniger Geplapper oder fehlender Appetit sollte Eltern aufmerken lassen. „Generell gilt: Wenn Eltern sich unsicher sind, sollten sie lieber einmal mehr mit ihrem Kind zum Arzt als einmal zu wenig. Gerade weil die Unterscheidung der Schweregrade nicht immer leicht ist und ein zu spätes Handeln bei einem schweren SHT ernste Folgen haben kann, ist es besser, auf Nummer Sicher zu gehen“, rät die Expertin.


27.09.2016 | Von: Redaktion apotheken.de; Julia Schmidt/Barmer GEK; Bildrechte: jordache/Shutterstock


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