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Blutgerinnung



Die Blutgerinnung (Blutstillung, Hämostase) ist ein lebenswichtiger Vorgang, damit nicht kleinste (und erst recht nicht größere) Gefäßverletzungen zum Verbluten führen. Die Blutgerinnung verläuft in mehreren Schritten:

 

  • Die Gefäßreaktion. Bei jeder Gefäßverletzung, sei es an der Körperoberfläche oder im -inneren, zieht sich als erstes das verletzte Gefäß zusammen, um den Blutverlust so gering wie möglich zu halten .
  • Die Blutpfropfbildung. Unmittelbar danach lagern sich Blutplättchen an die Gefäßränder und „verkleben“ zu einem Blutplättchenpfropf, um das Gefäß provisorisch zu verschließen.
  • Die Gerinnungskaskade. Gefäß- und/oder Gewebeverletzung setzen zugleich die so genannte Gerinnungskaskade in Gang: Nacheinander werden zunächst mehrere Eiweiße im Blut, die Gerinnungsfaktoren, aktiviert. Am Ende dieser Kette wird aus der löslichen Substanz Fibrinogen das feste, klebrige Fibrin gebildet, das ein Netz um den Plättchenpfropf spinnt und die Gefäßverletzung endgültig verschließt. Schließlich wandern noch Bindegewebszellen in den Thrombus (Blutgerinnsel) ein und verweben ihn mit den Gefäßwänden (organisierter Thrombus).
  • Die Fibrinolyse. Eine Reihe von Hemmstoffen verhindert normalerweise, dass das Gerinnungssystem ohne Anlass tätig wird. Ein weiteres körpereigenes System, die Fibrinolyse, hemmt nach einiger Zeit die Blutgerinnung und sorgt auch dafür, dass sich ein Thrombus wieder auflöst und sich somit das verschlossene Gefäß wieder öffnet. Dies kann therapeutisch nutzbar gemacht werden, um einen (unerwünschten) Thrombus, der etwa einen Herzinfarkt oder Schlaganfall ausgelöst hat, wieder aufzulösen (Thrombolyse).

Von: gesundheit-heute.de; Dr. med. Nicole Menche | zuletzt geändert am 13.08.2019 um 11:56


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