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Die Vision von Wissenschaftlern: Mithilfe von Bluttests Krebs möglichst früh zu erkennen.

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Krebs per Bluttest erkennen


Forscher beziehen Stellung


Wird bald ein einfacher Bluttest sämtliche Arten von Krebs nachweisen? Microsoft und Amazon haben bereits finanzielle Unterstützung für das Projekt angekündigt. Doch wie beurteilen Wissenschaftler das Unternehmen?

Eine Gewebeentnahme (Biopsie) hilft, Tumoren zu erkennen und zu überwachen. Unkomplizierter geht es mit der Liquid Biopsy. Der einfache Bluttest erfasst DNA-Bruchstücke oder einzelne Zellen (CTCs), die der Tumor ins Blut entlässt. Mediziner verwenden das Verfahren, um die Tumortherapie zu überwachen. Das kalifornische Unternehmen „Grail“ hofft, die Liquid Biopsie bald auch zu Krebsfrüherkennung einsetzen zu können.

Bluttest erleichtert Therapie

Prof. Holger Sültmann leitet die Arbeitsgruppe Krebsgenomforschung im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ). Er hat bewiesen, dass Medikamente die Krebs-DNA-Konzentration im Blut senken und möchte das Verfahren nutzen, um für jeden Patienten die ideale Arznei zu finden. Doch es seien noch viele Fragen offen, etwa nach der Haltbarkeit der Krebs-DNA und dem besten Zeitpunkt für den Test. Einen allgemeinen Früherkennungstest sieht er in absehbarer Zeit nicht.

Test soll Krebs-Zellen und DNA erfassen

Prof. Andreas Trumpp leitet im DKFZ die Stammzellenforschung. Er untersucht das Vorkommen einzelner Tumorzellen (CTCs) im Blut. Diese seien noch vielsagender als bloße DNA und gäben Aufschluss zu Prognose und Metastasenbildung. Der Stammzellexperte plant ein Testverfahren, dass sowohl Krebs-DNA als auch CTCs nachweist. Von ihm erwartet er sich besonders umfangreiche Informationen.

Bluttest auf Krebs ist erst in Entwicklungsphase

„Leider sind fast alle diese neuen Untersuchungen derzeit noch nicht in der klinischen Routineversorgung angekommen und sollten bei Patienten möglichst nur in Studien eingesetzt werden“, bedauert Dr. Susanne Weg-Remers, Leiterin des Krebsinformationsdiensts beim DKFZ. So bleibt der Test wohl vorerst Zukunftsmusik.

Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum


09.02.2017 | Von: Redaktion apotheken.de; Susanne Schmid/DKFZ; Bildrechte: Elnur/Shutterstock


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