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Vitamin A



Synonym: Retinol

Vitamin A übernimmt zahlreiche Aufgaben im Stoffwechsel, zum Beispiel bei der Immunabwehr, für das Knochengerüst, das Nervensystem oder für den Eiweißstoffwechsel. Darüber hinaus ist es beim Aufbau vieler Organe wie der Augen, Haut, Haare oder der Knochen beteiligt. Auch die Geschlechtszellen, Blutkörperchen, Schleimhäute oder das Lymphsystem sind auf das Vitamin angewiesen. Eine besondere Rolle spielt Vitamin A beim Sehvorgang sowie beim Wachstum und der Vermehrung von Zellen. Pflanzliche Lebensmittel enthalten sogenannte Carotinoide, die erst im menschlichen Körper zu Vitamin A umgewandelt werden müssen. In der Regel nimmt der Körper ein Drittel der nötigen Menge an Vitamin A auf.

Vorkommen von Vitamin A in der Nahrung

In tierischen Lebensmitteln findet sich das fettlösliche Vitamin A in Form von Retinol. In Nahrungsmitteln wie Milch, Eiern oder Fleisch ist es dort an Fett gebunden. Einen hohen Anteil an Vitamin A weisen vor allem die Leber wie von Seefischen oder Wirbeltieren auf. Lieferanten des tierischen Vitamin A sind zum Beispiel:

  • Rindsleber: 7744 Mikrogramm/100 Gramm
  • Leberwurst: 4220 Mikrogramm/100 Gramm
  • Hühnerfleisch: 5–25 Mikrogramm/100 Gramm
  • Eigelb: 380 Mikrogramm/100 Gramm
  • Butter: 680 Mikrogramm/100 Gramm
  • roher Dorsch: 14 Mikrogramm/100 Gramm
  • Lachs, je nach Zubereitung: 17–64 Mikrogramm/100 Gramm

Leber ist in ihrem Vitamin-A-Gehalt kaum zu übertreffen. Doch auch Karotten sind ein guter Vitamin-A-Lieferant. Da das fettlösliche Vitamin nur in Kombination mit Fett vom Körper verwertet werden kann, empfiehlt es sich an Karottensalat immer einen Schuss Pflanzenöl zu machen. Die im Öl enthaltenen Fettsäuren verbessern die Aufnahme des Vitamins.

Bedarf an Vitamin A

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt je nach Alter und Geschlecht folgenden Richtwert für die tägliche Vitamin-A-Zufuhr:

  •  Jugendliche und Erwachsene ab 15 Jahren: 800–1100 Mikrogramm/Tag
  • Kinder (1–15 Jahre): 600–1100 Mikrogramm/Tag
  • Säuglinge (0–12 Monate): 500–600 Mikrogramm/Tag

Anzeichen von Vitamin-A-Mangel

Ein chronischer Mangel an Vitamin A äußert sich durch trockene, rote Augen, schlechtes Sehvermögen in der Nacht sowie nachlassende Sehkraft. Schlimmstenfalls führt ein Mangel an Vitamin A zur Nachtblindheit oder zur Erblindung. Darüber hinaus drohen eine erhöhte Infektionsanfälligkeit sowie ein erhöhtes Risiko für arteriosklerotische Herzerkrankungen und verschiedene Krebsformen wie Kehlkopf-, Lungen- oder Prostatakrebs. Haare, Nägel, Knochen und Nerven werden bei Mangel ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Bei Kindern besteht die Gefahr für Wachstumsstörungen und bei Frauen für Fruchtbarkeitsstörungen.

Ursachen von Vitamin-A-Mangel:

 

  • Zigarettenrauchen oder das Einatmen verschmutzter Luft erhöhen den Vitamin-A-Bedarf. Umweltgifte wie Cadmium beschleunigen den Abbau von Vitamin A.
  • Eine Vitamin-A-Mangel droht bei starkem Stress, Entzündungen oder nach Operationen.
  • Regelmäßiger, mäßiger oder zu starker Alkoholkonsum erschwert das Aufnehmen, Speichern und Mobilisieren von Vitamin A.

Vitamin A als Nahrungsergänzungsmittel

Vitamin-A-haltige Nahrungsergänzungsmittel eignen sich für alle Menschen, die Anzeichen eines Vitamin-A-Mangels aufweisen. Darüber hinaus können Raucher, frisch Operierte, Senioren mit einseitiger Ernährung, Kinder sowie Menschen mit chronischem Stress oder Entzündungen von einer höheren Vitamin-A-Zufuhr profitieren. Über Dosierung und Dauer der Einnahme berät der Arzt oder Apotheker.

Überversorgung mit Vitamin A

Eine akute Überdosierung äußert sich durch Kopfschmerzen, Schwindelgefühl und Erbrechen. Eine chronische Überdosierung kann mit irreversiblen Hautveränderungen, Haarverlust, Knochen- und Gelenkschmerzen, Muskelsteifheit oder einer Lebervergrößerung einhergehen. Werdende Mütter sollten die Aufnahme von Vitamin A auf 3 mg/d begrenzen, da sonst Fehlbildungen des Embryos drohen.

Quelle: Dr. Lothar Burgerstein: Handbuch Nährstoffe. Vorbeugen und heilen durch ausgewogene Ernährung: Alles über Spurenelemente, Vitamine und Mineralstoffe. 10. Aufl. Stuttgart: Haug Verlag 2010, S. 72-78.


Von: gesundheit-heute.de; Julia Schmidt | zuletzt geändert am 04.01.2017 um 10:56


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