powered by apotheken.de Impressum  |  Datenschutzerklärung  |  Nutzungsbedingungen
gesundheit-heute.de » Krankheiten | Therapie » Krankheiten

Primär sklerosierende Cholangitis



Häufigkeit


Legende

chronische Erkrankungen:akute Erkrankungen:
sehr verbreitet> 10 %> 25 %
häufig> 2 %> 5 %
mäßig häufig> 0,4 %> 1 %
ziemlich selten> 0,1 %> 0,2 %
selten> 0,02 %> 0,04 %

Primär sklerosierende Cholangitis (PSC): Fortschreitende Entzündung und Zerstörung der intra- und extrahepatischen Gallengänge unklarer Ursache, die zu Gelbsucht und Juckreiz führt und meist in eine Leberzirrhose mündet. Männer sind dreimal häufiger betroffen als Frauen; die Krankheit beginnt zwischen dem 20. und 50. Lebensjahr. Neben symptomatischer Behandlung des Juckreizes und Aufdehnung stark verengter Gallengänge bleibt meist nur die Lebertransplantation. Die mittlere Überlebenszeit ohne Transplantation beträgt 10–20 Jahre. Durch eine Transplantation wird eine 10-Jahres-Überlebensrate von 80 % erreicht.

Leitbeschwerden

  • Allgemeinsymptome: Müdigkeit, Gewichtsabnahme
  • Juckreiz auf der Haut
  • Manchmal Gelbsucht (gelbe Augen und Haut).

Die Erkrankung

Die Erkrankung, als deren Ursache man einen Autoimmunprozess vermutet, bleibt lange ohne Beschwerden; anfangs werden meist zufällig erhöhte Cholestase- und Leberwerte entdeckt. Sie kommt gehäuft bei Menschen mit einer Colitis ulcerosa (chronisch-entzündliche Darmerkrankung) vor. Im weiteren Verlauf treten als Zeichen einer Gallenstauung (Cholestase) Juckreiz und Gelbsucht auf, später kommen die Symptome einer Leberzirrhose hinzu. Gelegentlich kommt es zu Episoden einer eitrigen Gallengangsentzündung mit Fieber und Oberbauchschmerzen.

Das macht der Arzt

Beim Verdacht auf eine primär sklerosierende Cholangitis, wenn z. B. bei einem Patienten mit Colitis ulcerosa erhöhte Cholestase- und Leberwerte und eventuell zusätzlich spezielle Antikörper (antineutrophile cytoplasmatische Antikörper, ANCA) gemessen werden, muss die Verdachtsdiagnose mithilfe einer ERCP und gegebenenfalls einer Biopsie der Leber (Gewebeprobeentnahme) gesichert werden. Die Behandlung besteht in der Gabe von Ursodesoxycholsäure (UDCA, z. B. Ursofalk®), das die Ausscheidung von Gallensäuren in die Gallengänge verbessert. Infektionen werden mit Antibiotika bekämpft. Hochgradige Engstellen in den Gallengängen lassen sich mit einem Ballonkatheter aufdehnen. In fortgeschrittenen Fällen ist eine Lebertransplantation der letzte Ausweg.


Von: gesundheit-heute.de; Dr. med. Arne Schäffler, Dr. Bernadette Andre-Wallis | zuletzt geändert am 27.04.2016 um 18:15


Pollenflug

Vorhersage für Rhein.-Westfäl. Tiefland

Pollen Do Fr
Hasel 0-1 0-1
Erle 0-1 0-1
Birke 0-1 0-1
Gräser 2-3 2-3
Roggen 0-1 0-1
Beifuß 0-1 0-1
Ambrosia 0-1 0-1

Wir sind für Sie da

Öffnungszeiten

    Mo - Di
    08:30 bis 18:30
    Mi
    08:30 bis 18:00
    Do - Fr
    08:30 bis 18:30

notdienste

Unsere Partner-Apotheke:

News

Was tun bei Reisedurchfall?

Etwa jeden dritten Fernreisenden erwischt es früher oder später: Reisedurchfall. Was Sie über die... mehr

Was hilft bei Extremtemperaturen?

Auf über 38°C ist das Thermometer im Juni schon geklettert, und es sieht so aus, als ob der Sommer noch... mehr

Vorhofflimmern erhöht Demenzrisiko

Bei chronischem Vorhofflimmern ist bekannterweise das Schlaganfall-Risiko erhöht. Doch nicht nur das: Jetzt... mehr

Blasen vorbeugen und behandeln

Ob nach einer langen Wanderung oder einem ausgiebigem Shoppingtrip – Blasen entstehen schnell und sind oft... mehr

Zahnerosionen vermeiden

Als härteste Substanz des Körpers schützt Zahnschmelz unsere Zähne vor äußeren Einflüssen. Auf seinen... mehr

ApothekenApp

Die Hans-Sachs-Apotheke auf Ihrem iPhone, iPad, iPod oder Android-Smartphone:

Available on App Store
Android app on Google Play
ApothekenApp gratis installieren und PLZ "45879" und "Hans-Sachs-Apotheke" eingeben. Mit Reservierungsfunktion, täglichen Gesundheitsmeldungen, Notdienstapotheken-Suche und vielem mehr. Die ApothekenApp der Hans-Sachs-Apotheke – die Apotheke für unterwegs.