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Redaktion apotheken.de » Krankheiten & Therapie » Nieren und Harnwege

Patienten mit potentiell nierenschädigenden Medikamenten müssen regelmäßig ihre Nierenwerte überprüfen lassen.

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Nebenwirkungen an der Niere


Arzneimittelbedingte Nierenschäden


Eine der wichtigsten Aufgaben der Niere ist es, giftige Substanzen aus dem Blut zu filtern und über die Nieren im Urin aus dem Körper auszuscheiden. Dazu gehören auch viele Arzneistoffe und deren Abbauprodukte. Deswegen können grundsätzlich viele Arzneistoffe die Niere in ihrer Funktion beeinträchtigen.

Hemmstoffe des Blutdruck-regulierenden Systems

Blutdrucksenkende Medikamente wie ACE-Hemmer oder AT1-Blocker können den Blutfluss der Niere einschränken und dadurch Nierenschäden verursachen. Menschen, bei denen bereits eine beidseitige Einengung der renalen Arterie (Nierenarterienstenose) vorliegt, kann die zusätzliche Einnahme der genannten Arzneimittel jedoch zu Schäden an den Nieren führen. Dies gilt auch, wenn zwei Medikamente kombiniert eingenommen werden, die in das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System eingreifen – beispielsweise ACE-Hemmer und Aliskiren, ebenfalls ein Arzneimittel gegen arteriell betroffenen Bluthochdruck. Die Kombination kommt deshalb für Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder mit Diabetes mellitus nicht in Frage.

Langfristige Verengung von den Blutgefäße der Niere

Prostaglandine regulieren die Weite der zur Niere führenden und von ihr abführenden Blutgefäße. Einige Nichtsteroidale Antiphlogistika wie beispielsweise Ibuprofen hemmen die Produktion dieser Hormone und führen zu einer Verengung der renalen Blutgefäße. Vor allem Patienten, bei denen die Durchblutung der Niere bereits erniedrigt ist – wie bei Herzinsuffizienz – können davon betroffen sein.

Giftige Arzneimittel

Andere Medikamente hingegen haben eine giftige Wirkung auf die Tubuszellen der Niere. Dazu gehören Arzneimittel gegen Infektionskrankheiten, beispielsweise systemisch eingenommene Aminoglykoside gegen bakteriell bedingte Infektionen oder Amphotericin gegen Hefepilzinfektionen. Zytostatika wie Cisplatin, die die Zellteilung hemmen und bei Krebs oder Autoimmunerkrankungen eingesetzt werden, zählen ebenfalls dazu. Einige dieser Stoffe reichern sich außerdem in den Tubuszellen an.

Bei erhöhtem Risiko Nierenfunktion regelmäßig überprüfen lassen
Patienten, die bereits an Nierenschäden leiden, werden in der Regel keine Medikamente verschrieben, die sich negativ auf die Nierenfunktion auswirken. Patienten, die potentiell nierenschädigende Medikamente einnehmen, lassen in der Regel beim Arzt regelmäßig ihre Nierenfunktion überprüfen, um mögliche Schäden rechtzeitig zu erkennen. Oftmals können arzneimittelbedingte Schäden an der Niere erfolgreich behandelt werden.

Quelle: Dr. Iris Hinneburg: Reihe Nebenwirkungen. Teil 14: Nebenwirkungen an der Niere. In: PTA heute, Nr. 5., März 2015, S. 94-97.


13.07.2016 | Von: Redaktion apotheken.de; Julia Schmidt/Dr. Iris Hinneburg/PTA; Bildrechte: Syda Productions/Shutterstock


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