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Lecker und gut für den Harnsäurespiegel: Orangensaft.

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Zu Unrecht als Dickmacher verurteilt


Forscher aus Kiel und Hohenheim untersuchten den Effekt von Orangensaft auf das Gichtrisiko und das Körpergewicht. Orangensaft reduziert den Harnsäurespiegel und macht nicht dick, wenn er zu den Mahlzeiten getrunken wird.

Orangensaft gewinnt gegen Cola: Harnsäurespiegel sinkt

In einem ersten Schritt untersuchten die Wissenschaftler an 26 Teilnehmern, wie Orangensaft im Vergleich zu koffeinfreier Cola den Harnsäurespiegel im Blut beeinflusst. Dazu tranken die Probanden täglich 1,2 Liter Orangensaft beziehungsweise einen Liter Cola, was jeweils 20 Prozent des Gesamtenergiebedarfs darstellte. Nach einer Auswaschphase wechselten die Teilnehmer in die andere Gruppe.

„Auch bei diesem sehr hohen Konsum führte Orangensaft – im Unterschied zu Cola – zu keiner Beeinträchtigung des Glukosestoffwechsels und der Harnsäurespiegel wurde sogar signifikant gesenkt,“ resümiert der Ernährungsmediziner Prof. Bosy-Westphal. Harnsäure könne dadurch weniger in den Gelenken auskristallisieren und führe seltener zu einer Arthritis urica (Gicht). Hinter dem harnsäuresenkenden Effekt vermuten die Forscher Vitamin C oder auch die mit dem Saft aufgenommenen Pflanzenfarbstoffe (Flavonoide) als Ursache.

Zeitpunkt entscheidend: Orangensaft zu den Mahlzeiten trinken

In einem zweiten Versuch tranken die selben Teilnehmer entweder dreimal täglich zwei große Gläser Orangensaft (je 200 Milliliter) zu jeder Mahlzeit oder sie konsumierten 1,2 Liter Saft zwischen den Mahlzeiten. Die Wissenschaftler maßen im Anschluss den Blutzuckerspiegel, die Insulinausschüttung und den Körperfettanteil.

„Wir konnten zeigen, dass auch dieser sehr hohe Konsum keine negativen Auswirkungen auf das Körpergewicht hatte, wenn der Saft nicht zwischendurch getrunken wurde“, hebt Bosy-Westphal hervor. Der Saft verringere in diesem Fall die Energieaufnahme mit den Mahlzeiten. Bei den Probanden, die den Saft zwischen den Mahlzeiten tranken, stellten die Untersucher einen leichten Anstieg des Körperfettanteils fest. Blutzuckerwerte und Insulinausschüttung blieben unverändert.

Quelle: Ärztezeitung


12.07.2018 | Von: Redaktion apotheken.de; Simone Lang; Bildrechte: Markus Mainka/Shutterstock.com


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