powered by apotheken.de Impressum  |  Datenschutzerklärung  |  Nutzungsbedingungen  |  Website
Redaktion apotheken.de » News des Tages

Forscher untersuchten Immunzellen und ihren Einfluss auf die Arterienverkalkung.

Weitere interessante Artikel

Schlaganfall durch Gefäßverkalkung


Entzündung sorgt für weitere Infarkte


Nach einem ersten Schlaganfall ist das Risiko für nachfolgende Schlaganfälle erhöht. Als Ursache identifizieren Münchener Forscher Entzündungen als Folge einer Gefäßverkalkung.

Arterienverkalkung erhöht Risiko für nachfolgende Schlaganfälle

Ein Schlaganfall beschreibt den plötzlichen Ausfall von Gehirnfunktionen durch eine Unterbrechung der Blutzufuhr und ist in Deutschland die dritthäufigste Todesursache. Die Rückfallquote (Rezidive) nach einem erstmals erlittenen Schlaganfall ist bei den betroffenen Patienten über Jahre erhöht. Besonders eine Arterienverkalkung (Atherosklerose) in großen Blutgefäßen steht in Zusammenhang mit Rezidiven.

Bei der Atherosklerose entzünden sich die Gefäßwände und es bilden sich mit der Zeit an diesen Stellen Kalkablagerungen, so genannte Plaques. Diese atherosklerotischen Plaques führen zu Rissen oder Blockaden in den Gefäßen und verursachen Infarkte, beispielsweise im Gehirn.

Moleküle aus sterbenden Hirnzellen: Alarmine

Die Arbeitsgruppe um Arthur Liesz vom Institut für Schlaganfall- und Demenzforschung am Klinikum der Universität München zeigte einen Zusammenhang zwischen einer beschleunigten Arterienverkalkung und der Freisetzung von speziellen Molekülen, die von sterbenden Zellen des Gehirns ins Blut abgegeben werden. Diese Stoffe bezeichnet man als Alarmine. Sie aktivieren Zellen des Immunsystems – die Monozyten –, die bis dahin im Knochenmark schlummerten. Durch die Abgabe von Lockstoffen rufen die Monozyten weitere Abwehrzellen an die Orte der Entzündung, die atherosklerotischen Plaques. Die Einwanderung der Immunzellen in die Plaques verschlimmert die Arterienverkalkung weiter. Die Forscher hemmten die aktivierten Immunzellen oder die Alarminausschüttung mit Hilfe von Medikamenten und verringerten im Experiment die Einwanderung der Entzündungszellen in die Plaques.

Für die Zukunft besteht die Hoffnung, dass eine solche Blockade auch bei Schlaganfall-Patienten angewendet und die Rückfallquote für Infarkte geringer wird.

Quelle: Berufsverband Deutscher Internisten e. V.


26.04.2018 | Von: Redaktion apotheken.de; Simone Lang; Bildrechte: Likoper/Shutterstock.com


Wir sind für Sie da

Öffnungszeiten

    Mo - Fr
    08:30 bis 13:00 und 14:30 bis 18:00
    Sa
    09:00 bis 12:00

notdienste

News

Plötzliche Gesichtslähmung

Ein hängender Mundwinkel, plötzlich erschlaffte Gesichtsmuskeln – Symptome, die sofort an einen... mehr

Blutdrucksenker abends einnehmen?

Viele Menschen mit hohem Blutdruck schlucken ihre Blutdrucksenker gleich morgens nach dem Aufwachen. Schon... mehr

Keine Kuhmilch nach der Geburt

Wer seinem Baby in den ersten Lebenstagen Kuhmilch zufüttert, riskiert vielleicht, dass das Kind eine... mehr

Nächtliches Asthma: Was tun?

Nächtliche Hustenanfälle sind für Asthma-Patienten besonders belastend. Lässt sich der potenzielle... mehr

Atropin bei Kurzsichtigkeit?

Immerhin 30 % der deutschen Bevölkerung leidet inzwischen unter Kurzsichtigkeit (Myopie). Diese beginnt... mehr

ApothekenApp

Die Lichtenau-Apotheke auf Ihrem iPhone, iPad, iPod oder Android-Smartphone:

Available on App Store
Android app on Google Play
ApothekenApp gratis installieren und PLZ "98554" und "Lichtenau-Apotheke" eingeben. Mit Reservierungsfunktion, täglichen Gesundheitsmeldungen, Notdienstapotheken-Suche und vielem mehr. Die ApothekenApp der Lichtenau-Apotheke – die Apotheke für unterwegs.