Babys sollten Blickrichtung wechseln

Flache Stelle am Hinterkopf

Corbis Photography/veer.com
Die Rückenlage während des Schlafs schützt das Baby vor dem plötzlichen Kindstod.

Eine kleine flache Stelle auf einer Seite des Hinterkopfes beim Baby ist ganz normal. Doch sollten Eltern darauf achten, dass das Baby seinen Kopf nicht immer auf die Seite mit der Abflachung legt,  empfehlen Experten.

Spielzeug als Hilfsmittel

Babys in Rückenlage sollten die Blickrichtung regelmäßig variieren, vor allem in den ersten sechs bis acht Wochen, da der Schädel in dieser Zeit noch sehr formbar ist. Eine flache Stelle am Hinterkopf ist meist ungefährlich, kann sich aber verstärken, wenn das Neugeborene häufig darauf liegt. „Eine Abflachung macht es für das Baby schwer, seinen Kopf auf die andere Seite zu wenden“, erklärt Prof. Hans-Jürgen Nentwich, ehemaliges Vorstandsmitglied des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Die meisten Säuglinge brauchen deshalb einen Anreiz von den Eltern, um die Blickrichtung zu wechseln. Dabei können Lichtquellen, Spieluhren und Spielzeuge helfen. „Babys schauen gerne auf helle Objekte oder Spielzeuge. Eine Spieluhr kann das Baby zu einem Seitenwechsel anregen. Eltern können auch das Kinderbettchen umstellen oder Kopf- und Fußende vertauschen, damit das Baby in eine andere Richtung sieht“, rät Prof. Nentwich.

Rückenlage beugt Kindstod vor

Das Baby sollte immer auf dem Rücken schlafen, da dies die Gefahr für den Plötzlichen Kindstod deutlich verringert. „Wenn das Kind schon selbständig den Kopf aus der Bauchlage heben kann, dürfen es Eltern, wenn es wach ist, kurze Zeit und unter Aufsicht auch auf den Bauch legen, um einer Verformung des Hinterkopfes vorzubeugen. Zudem trainiert das Baby in der Bauchlage seine Schulter- und Nackenmuskeln“, empfiehlt Prof. Nentwich.

Wenn der Kopf insgesamt unsymmetrisch erscheint und sich zum Beispiel ein Ohr oder eine Gesichtshälfte nach vorne verschoben hat, sollten Eltern mit ihrem Baby zum Kinderarzt gehen, damit dieser die Ursache klärt. 

Autoren

Sandra Göbel | zuletzt geändert am 13.03.2014 um 11:45 Uhr
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