Experten kritisieren Mittelkürzung

Jugend trainiert für Olympia

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Sportveranstaltungen können für Kinder wichtige Anreize liefern, sich mehr zu bewegen und Übergewicht vorzubeugen.

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) kritisiert die vom Bund geplante Halbierung der Mittel für die traditionellen Schulwettbewerbe "Jugend trainiert für Olympia" und "Jugend trainiert für Paralympics“. Die Experten fordern den Erhalt der Schulwettbewerbe.

Investition in die Gesundheit

„Es geht um die verhältnismäßig geringe Summe von 350.000 Euro. Dieses Geld will der Sportausschuss des Deutschen Bundestages sparen und bedroht damit den Fortbestand der traditionellen Veranstaltung, an dem sich seit 1969 jedes Jahr Hunderttausende von Schülerinnen und Schülern beteiligen. Diese Sparentscheidung ist eine unglaubliche Dummheit angesichts der wachsenden Zahl motorisch gestörter und adipöser Kinder und Jugendlicher in Deutschland“, betont Dr. Wolfram Hartmann, Präsident des BVKJ.

Sportwettbewerbe fördern Motivation und Inklusion

„Kinder und Jugendliche in Deutschland bewegen sich zu wenig. Sportwettbewerbe wie ,Jugend trainiert für Olympia‘ waren immer Leuchttürme, die die Bedeutung des Sports sichtbar gemacht haben. Gerade Kinder und Jugendliche aus sozial schwierigen Familien brauchen solche Leuchttürme, die sie zu mehr Bewegung motivieren“, erläutert der Experte.

„Seit dem letzten Jahr tragen die Behindertensportler ihre Endkämpfe gemeinsam mit den Nichtbehinderten aus. Das ist gelebte Inklusion mit Vorbildcharakter“, ergänzt Dr. Hartmann. „Das Aus von ,Jugend trainiert für Olympia‘ können wir als Kinder- und Jugendärzte, die der Prävention und der Inklusion verpflichtet sind, nicht akzeptieren. Es darf nicht sein, dass hier wieder einmal auf Kosten von Kindern und Jugendlichen gespart wird, während gleichzeitig Millionen in die Sportförderung für Berufsathleten fließt.“

Autoren

Sandra Göbel/BVKJ | zuletzt geändert am 15.05.2014 um 14:38 Uhr
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